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Übersetzungen von Webseiten: Gar nicht so einfach

Ob Homepage, Online-Shop oder Blog: Das Internet gehört zum Alltag. Und damit auch Übersetzungen von Internettexten – zumindest, wenn Unternehmen viele Besucher erreichen wollen. Doch bei der Übersetzung von Webseiten gibt es eine Tücken.

Website, Webseite, Übersetzung

Es ist gar nicht so leicht, als Unternehmen weltweite Bekanntheit zu erlangen. Eine gute Idee reicht allein nämlich nicht aus, wenn diese nur Besuchern einer bestimmten Sprache zugänglich gemacht wird. Das Stichwort lautet Lokalisierung. Das heißt: Die Inhalte einer Webseite, eines Blogs oder eines Online-Shops werden in verschiedene Sprachen übertragen – und hier kommt es definitiv nicht auf die reine Wort-zu-Wort-Übersetzung an.

Herausforderungen auf vielen Ebenen

Denn auch die kulturellen Gegebenheiten sollten unbedingt bedacht werden. So brachte die spanische Modekette Mango im Jahr 2003 einen Armreif mit dem Namen „esclava“ heraus, was im Spanischen „Armreif“, aber auch „Sklave“ bedeutet. Der Armreif wurde unter gleichem Namen auch in Frankreich verkauft. Das Problem: Im Französischen gibt es keine Doppelbedeutung, der Armreif hieß hier nur „Sklave“. Es folgte wochenlanger Shitstorm. Besser erging es  dem isrealisch-amerikanischen  Anbieter für Webseiten-Baukästen „wix.com“ – dessen Namen auch im Deutschen beibehalten wurde. Shitstorm gab es dank der eher belustigenden Bedeutung keinen. Vielmehr machte Wix das Beste aus seinem Fauxpas und startete erfolgreich Marketingkampagnen wie „Ich bin ein Wixer“. Der Erfolg darf aber eher als Ausnahme gesehen werden.

Doch auch trotz der Beachtung von Kultur und Kontext kann es zu peinlichen Fehlern kommen. So findet sich auf vielen deutschen Webseiten in ihrer englischen Übersetzung der Punkt „imprint“, der vermeintlichen Übersetzung des deutschen Impressums. Diese wird vor allem von Online-Wörterbüchern vorgeschlagen, gibt die Bedeutung jedoch nicht präzise wieder. Korrekt wäre eine Übersetzung als „legal information“ oder „legal notice“.

Nicht nur die Sprache spielt eine Rolle

Um eine Webseite vollständig zu übersetzen, gehört es nicht nur dazu, den sofort sichtbare Text der einzelnen Seiten zu betrachten. Auch Bild-Unterschriften, Link-Descriptions, Meta-Daten und vieles mehr wollen übersetzt werden. Denn: Gute und vollständige Übersetzungen lohnen sich für das Google-Ranking. Auch die Suchmaschinenoptimierung sollte also berücksichtigt werden. Darüber hinaus muss darauf geachtet werden, welche Textbausteine zur Programmiersprache gehören und somit nicht übersetzt werden müssen.

Ein Problem stellt zudem oft das Dateiformat dar. Schließlich benutzen Online-Shops in den meisten Fällen andere Systeme als die Anwaltskanzlei, deren Content über Jahre hinweg gleich bleibt und kaum erneuert wird. Am besten ist es beispielsweise, dem Übersetzungsdienstleister eine offene XML-Datei zukommen zu lassen – das spart Zeit und dadurch auch Kosten.

05.01.2017 Von: Martina Guttek

 

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