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Was ist Desktop Publishing?

Auffallen und in Erinnerung bleiben: Das Corporate Design ist für viele Unternehmen heutzutage ein Must-have – und soll auch bei Übersetzungen eingehalten werden. Dank Desktop Publishing (DTP) kein Problem mehr.

InDesign, Desktop Publishing, DTP

Vom Steuerberater bis zur internationalen Modekette: Kaum ein Unternehmen verzichtet heutzutage auf seine Corporate Identity. Ein wichtiger Faktor ist hierbei das Corporate Design. Dieses hebt ein Unternehmen schon auf den ersten Blick von seiner Konkurrenz ab und schafft Wiedererkennungswert. Dementsprechend wichtig ist es, bei Broschüren, Flyern, Katalogen und vielem mehr das Corporate Design einzuhalten – selbst wenn der Text aufgrund einer Übersetzung ausgetauscht werden muss. Genau hier kommt das Desktop Publishing, kurz DTP, ins Spiel.

Desktop Publishing: Aller Anfang ist schwer

Es sollte über 500 Jahre dauern, ehe Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern abermals revolutioniert werden sollte. Im Jahr 1985 kamen schließlich Apple, Adobe, Aldus und Linotype zusammen und brachten ihre Idee des Desktop Publishings auf den Markt. Der Plan: Mit Desktop Publishing, englisch für „Publizieren vom Schreibtisch aus“, sollte sich das Layout von Druckmedien nicht verändern, der Text jedoch beliebig angepasst und geändert werden können. Die Schriftgröße um eins verkleinern oder die Schriftart ändern? Mit Desktop Publishing ein leichtes.

Doch trotzdem hatten die ersten Programme Ventura Publisher, PageMaker und QuarkXPress anfangs ihre Probleme. Denn aufgrund der schlechten Auflösung der Drucker war auch die Qualität der mit DTP gefertigten Drucksachen alles andere als vorzeigewürdig. Wenige Jahre später konnten Drucker mit einer besseren Auflösung punkten – und das Desktop Publishing wurde das Maß der Dinge, wenn es um die Mehrfachverwendung von Dateien im gesetzten Layout geht.

Desktop Publishing und Übersetzungen

Für Übersetzungsunternehmen ist das Desktop Publishing die ideale Möglichkeit, ihren Kunden kurze Wege anzubieten. Denn das lästige Hin- und Herschicken der Datei entfällt und die Übersetzung wird an der richtigen Stelle wieder eingefügt – ohne, dass Schriftfarbe und Schriftart noch einmal angepasst werden müssen. Doch das Desktop Publishing hat auch seine Tücken.

So gibt es schon bei der Vorbereitung einiges zu beachten. Um einen fließenden, zusammenhängenden Text für die Übersetzung exportieren zu können, müssen zunächst Absatzmarken, Returns und Tabstopps entfernt werden. Darüber hinaus sollte die Datei nach Übersatztext durchsucht werden. Wird dieser nicht angepasst, bleibt er nämlich unsichtbar – und wird somit auch nicht bearbeitet. Erst nach diesen Schritten wird die InDesign-Datei exportiert und übersetzt. Danach hört die Arbeit jedoch nicht auf, sondern fängt gerade erst an.

Denn Sprachen haben ihre Kniffe. So brauchen einige Sprachen deutlich mehr Wörter für einen Sachverhalt als andere, was in InDesign schnell zum Problem werden kann. Übersetzt man beispielsweise einen Text vom Englischen (kurz) ins Französische (lang) oder vom Chinesischen (sehr kurz) ins Deutsche (lang), ist das Auge gefragt. Textinhalte müssen beim Desktop Publishing nun so bearbeitet werden, dass der Text sichtbar ist, trotzdem ansprechend aussieht und leserlich ist. Hierfür muss beispielsweise der Abstand zwischen den Wörtern und einzelnen Buchstaben individuell angepasst oder die Schriftgröße minimal variiert werden. Außerdem gilt es, die Eigenheiten der eigenen Schriftsysteme des Chinesischen oder Arabischen zu beachten. Eine abschließende Satzfahnenkorrektur ist in den meisten Fällen unabdingbar. Hier werden schließlich Original- und Zieldokument miteinander verglichen – und ein optimales, druckfähiges Endprodukt wird gewährleistet.

Alternativen zwecklos

Wer Desktop Publishing betreibt, kommt an Adobe nicht vorbei. Die Produkte FrameMaker, aber vor allem InDesign sind marktführend. Alternativen zu ihnen gibt es kaum. Denn vor allem InDesign ist fest auf dem Markt etabliert. Als proprietäre Software können InDesign-Dateien zudem nur mit Softwares aus der Adobe-Familie bearbeitet werden, was es anderen Programmen reichlich schwer macht – von Open Source-Programmen ganz zu schweigen. Außerdem ist die Einarbeitung ins Desktop Publishing langwierig, wodurch sich auch die Begeisterung für andere Programme in Grenzen hält. Denn: Never change a running system.

30.11.2016 Von: Martina Guttek

 

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