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11.09.2015

Britisches Englisch zeigt wachsende Beschäftigung mit Bildung

Die Sommerferien sind in vielen Teilen des Landes vorüber, Kinder beginnen ein neues Schuljahr. Die Semesterferien neigen sich dem Ende zu, Studenten beginnen bald ein neues Semester. In der Volkshochschule beginnen neue Kurse. Das Ende des Sommers steht für den Anfang, die Wiederaufnahme der Bildung. „Bildung“ prägt nicht nur den Herbst, sondern auch in immer größerem Umfang die Sprache.

Britische Flagge

Wort „education“ fällt häufiger

Eine neue Vergleichsstudie über gesprochenes Englisch zeigt, dass Briten heutzutage fast doppelt so viel über Bildung sprechen wie noch vor zwanzig Jahren. Forscher der Cambridge University Press und der Universität in Lancaster fanden das heraus, als sie das gesprochene Englisch von heute mit Aufnahmen aus den 90ern verglichen: Das Wort „education“ („Bildung“ ) taucht heute 42 Mal pro Millionen Wörter auf. In den 90ern trat es 26 Mal pro Millionen Wörter auf.

Früher sachlich, heute bewertend

Das ist der zweite Fund der Studie: Vor zwanzig Jahren verwendeten Briten das Wort „education“ eher im Zusammenhang mit sachlichen Beschreibungen, zum Beispiel Vollzeit oder Teilzeit. Heutzutage bewerten sie vermehrt den Standard der Bildung mit Wörtern wie „gut“ oder „schlecht“. Die Forscher erklären sich das Phänomen damit, dass die formellen Beurteilungen der britischen Schulen seit den 90ern zugenommen hätten, unter anderem durch die Gründung des sogenannten OFSTED („Office for Standards in Education, Children's Services and Skills“) 1992. Das OFSTED schickt seine Mitarbeiter regelmäßig in die Schulen, um Unterrichtsstandards zu kontrollieren und gegebenenfalls zu verbessern. Solche Schulinspektionen und -evaluationen gibt es auch in Deutschland.

Das Wort „Ofsted“ ist selbst ein Verb im Bildungszusammenhang geworden, etwa in Fragen wie: „What does ist mean for a school to be ofsteded?“ In Deutschland hingegen fühlte sich in den vergangenen Jahren so manche Schule gePISAt. Der Duden beinhaltet seit 2006 das Wort „PISA-Schock“ – der Turm war nicht gestürzt, die Deutschen hingegen sehr bestürzt.

Bildung bringt mehr.

Zumindest scheinen die Ergebnisse der Studie anzudeuten, dass Briten heutzutage mehr von ihrer Bildung erwarten: Sie sprechen doppelt so viel über „qualifications“, Qualifikationen, wie noch vor zwanzig Jahren. „GCSE“ („General Certificate of Secondary Education“), was etwa dem deutschen Realschulabschluss entspricht, fällt fünf Mal häufiger, „A-Level“, was dem deutschen Abitur entspricht,  1,4 Mal häufiger. Das Wort „university“ gebrauchen Briten inzwischen drei Mal so häufig wie in den 90ern.

Unterbezahlte Lehrer?

Es mag die Lehrer freuen, dass Bildung in der britischen Öffentlichkeit inzwischen ein so wichtiges Thema geworden ist. Das Adjektiv, das am häufigsten im Zusammenhang mit „teacher“ fällt, ist jedoch „underpaid“...

Projekt „Spoken British National Corpus 2014“ noch nicht abgeschlossen

Das sind jedoch nur die ersten Ergebnisse der Studie. Die Forscher wollen weitere Aufnahmen aus den 90ern sammeln, um eine umfassende Analyse durchführen zu können.

 

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