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22.06.2017

Der Fehlerteufel hat zugeschlagen!

Wer viel arbeitet, macht auch gelegentlich Fehler. Und wenn es sich bei dem Produkt um Texte handelt, können die Fehler uns sogar heiter stimmen …

Stuffed Turkey, Fehlerteufel

Normalerweise sollten wir natürlich fehlerfrei arbeiten. Aber das dürfte niemandem stets gelingen. Meistens sind unsere Fehler dann für jemand anderen ärgerlich. Nur Lektoren haben das Privileg, sich an gewissen Fehlern sogar erfreuen zu dürfen. Der Großteil ihrer Korrekturen betrifft zwar Grammatik-, Vokabel- und Verständnisfehler, deren Verbesserung nicht unbedingt lustig ist. Hin und wieder schummeln sich jedoch auch unter diese recht komische Ausdrücke.

Tippfehler macht jeder

Die meisten lustigen Fehler ergeben sich allerdings durchs Vertippen. Da werden Investitionen abgeschossen oder vom Abschussprüfer untersucht, ein Weiberbildungsprogramm nicht nur für weibliche Mitarbeiter angeboten oder Maßnahmen gegen Werkzeugverscheiß ergriffen. Auf die vielen netten Möglichkeiten zu schweißen verzichten wir hier mal besser. Im Englischen trifft man allerdings seltener auf lustige Tippfehler. Da wird höchstens einmal ein Fensterputzroboter dazu eingesetzt, “to work on the frameless widow“.

What is a puddle?

Beim Übersetzen kann man sogar dann unfreiwillig Komisches produzieren, wenn man die richtige Vokabel wählt. Damit ist nicht gemeint, dass beispielsweise eine Gebrauchsanleitung "vorsichtig gelesen" werden soll. Da hat im Englischen sicher „read carefully“ gestanden und es ist der klassische Fehler passiert: aus einer ganzen Reihe möglicher Wörter wurde leider das falsche gewählt. Da hat der Übersetzer wohl nicht sorgfältig (!) gearbeitet.

Gemeint ist hier vielmehr, dass das Wort „puddle“, also eine Pfütze oder auch – sinnverwandt –  eine Lache (mit langem „a“), richtig übersetzt wurde, aber im Zusammenhang komisch wirkt. In diesem Fall: Das Hinweisschild in einer Fabrik DO NOT PUDDLE! wird übersetzt mit LACHEN VERMEIDEN!

Mit Überzeugung stehlen

Ein internationaler Konzern im Bereich Stahlerzeugung stellt einen hervorragenden Mitarbeiter so vor: "He focused his attention on copper, before committing himself to steal at the company". Was hätte der Mitarbeiter wohl erlebt, wenn die Lektorin die Schreibweise nicht noch zu „steel“ korrigiert hätte. In Zeiten des Diktierens von Text mithilfe der Spracherkennung kommt so etwas jetzt öfter vor. Da hilft nur, dass der Übersetzer seinen Text selbst noch einmal ganz gewissenhaft durchliest und noch zusätzlich ein Lektor eingeschaltet wird.

Am Lektorat kommt keiner vorbei

Damit ist nicht gemeint, dass sich kein Fehler am Lektor vorbeischleichen könnte. Selbst das soll angeblich schon vorgekommen sein! Hier soll vielmehr betont werden, wie wichtig das gründliche Korrekturlesen durch ein zweites Paar Augen für hochwertige Übersetzungen ist. Selbst wer seinen Text einem ausgebildeten Übersetzer anvertraut, sollte immer dafür sorgen, dass ein weiterer, ebenso guter Übersetzer – bestenfalls Muttersprachler des Sprachpendants – diesen noch einmal akribisch durchgeht. Erst dann darf der Text dem Kunden vorgelegt werden; auch wenn jener dann nicht mehr in den Genuss der hier genannten erheiternden Fehlerchen kommt.

 

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