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21.03.2017

Der Leipziger Buchpreis für Mathias Énard, Autor und Übersetzer

In diesem Jahr wird der Autor und Übersetzer Mathias Énard für den Roman "Kompass" mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung geehrt.

Mathias Énard

Énard, der in Paris Arabisch und Persisch studierte, ist auch Übersetzer und somit prädestiniert für die Kommunikation zwischen mehreren Kulturen. Heute wohnt er in Barcelona, wo er an der Universität die arabische Sprache lehrt und zudem dort auch noch ein Restaurant betreibt.


Der Preisträger hielt sich nach seinem Studium längere Zeit in den Ländern des Mittleren Ostens auf. Unter anderem lebte er in Damaskus, Beirut und Teheran. Seit er 2000 nach Barcelona umzog, arbeitete er bei mehreren Kulturmagazinen. Gleichzeitig gehörte er der Redaktion der französischen Zeitschrift Inculte an, einer Publikation für Literatur und Philosophie.
Weitere Stationen waren die Villa Medici in Rom, seine Mitarbeit bei der Edition scrawitch und das Berliner Künstlerprogramm des DAAD. Neben seinen zahlreichen Aktivitäten nahm sich Énard immer die Zeit zum Romanschreiben. Für seine bislang erschinen Romane erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter zwei Mal den Prix Goncourt.

Worum geht es in dem preisgekrönten Roman?

Schon das Buch "Zone", das Énard 2008 veröffentlichte, besteht aus einem umfassenden inneren Monolog. Auch bei seinem neuen Werk Kompass handelt es sich um diese Erzählform: In einer langen Nacht ohne Schlaf erzählt die Hauptfigur von dem Ineinandergreifen der drei großen Weltreligionen und den gegenseitigen Beeinflussungen. Énard zeigt, dass es unmöglich ist, die Kulturen voneinander zu trennen. Hier zeigt sich der Realismus des fiktiven Romans. Genau betrachtet handelt es sich jedoch nicht um ein politisches Werk. Eher lässt sich das Buch als eskapistisch beschreiben.

Die vermittelnde Funktion von Romanautoren und Übersetzern

Autoren und auch Übersetzer haben das Ziel, eine gute Verständigung herzustellen. Die nötige Voraussetzung dafür ist nicht nur ein hervorragendes Sprachgefühl, das Énard zweifellos besitzt. Auch die Kommunikationsbereitschaft spielt eine wesentliche Rolle beim Schreiben sowie beim Übersetzen. Im weiteren Prozess muss sich auch der Leser auf den geschriebenen und/oder übersetzten Text einlassen.


Menschen, die etwas Wichtiges zu sagen haben, sollten grenzübergreifend zu verstehen sein. Zur Überwindung der Sprachunterschiede gibt es die Übersetzer. Sie haben die Aufgabe, nicht nur die Wörter zu übertragen, sondern auch die kulturelle Bedeutung dahinter zu vermitteln. Das erfordert mehr als nur die reine Sprachkenntnis.


Mathias Énard bringt alles mit, was für ein direktes Verständnis nötig ist: Empathie, ein feines Sprachgefühl und Erfahrung. Genau das sind die Gründe für die Jury, ihm den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung zu verleihen.

Die Preisverleihung

Am 22. März 2017, dem Eröffnungstag der Leipziger Buchmesse, findet die Preisverleihung statt. Leyla Dakhli, promovierte Geschichtswissenschaftlerin, hält die Laudatio im Leipziger Gewandhaus.

 

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