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15.09.2015

Die Sprache der Musik I: Eine internationale Sprache im Alltag

Die Bewohner unserer Erde sprechen rund 7000 verschiedene Sprachen. Die größte Sprachendichte gibt es mit 832 Sprachen im Inselstaat Papua-Neuguinea. Mandarin-Chinesisch hat mit Abstand die meisten Muttersprachler, gefolgt Hindi, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Bengali, Arabisch, Russisch, Japanisch und Deutsch. Ungefähr die Hälfte der Weltbevölkerung spricht eine dieser zehn Sprachen – und die ganze Weltbevölkerung spricht Dur und Moll.

Sprache der Musik

Noten und Klaviertasten

Wiegenlieder

Betrachtet man es rein evolutionär, scheint Musik keinen Sinn zu ergeben. Hirnforscher Josh McDermott erklärt: „We think we understand why we are driven to eat, drink, have sex, talk and so forth, based on the uncontroversial adaptive functions of these urges. The drive to engage in music, a compulsion that is arguably just as pervasive in our species, has no such ready explanation.” Trotzdem verstehen alle Menschen Musik. So bestehen beispielsweise Wiegenlieder in allen Kulturen aus absteigenden, langsamen Tonfolgen. Das zeigt zum Beispiel die Sammlung „Wiegenlieder aus aller Welt“: Ob Russisch, Lettisch, Libanesisch oder Chinesisch, alle Lieder klingen beruhigend. Kein Wunder eigentlich, das Kind soll ja schließlich schlafen.

Textlose Botschaften

Musik ist international verständlich, auch wenn der Zuhörer die Sprache des Liedtextes nicht kennt und damit die Botschaft nicht entschlüsseln kann – oder doch? Kann man als Zuhörer ahnen, worum es in einem Lied geht, auch wenn man rein gar nichts vom Text versteht? Bei vielen Liedern ist der Text nicht so wichtig, könnte man anmerken. Kinder und Babys reagieren intuitiv auf den beruhigenden Klang der Einschlaflieder; auch sie können zunächst den Text nicht verstehen. Rein instrumentale Lieder können allein durch ihre Melodie Menschen charakterisieren, Geschichten erzählen oder zu Tränen rühren. Der südkoreanische Rapper Psy landete mit „Gangnam Style“ (hier in der Akustikversion von zwei Brasilianern) einen weltweiten Hit, obwohl kaum einer verstand, was er da sang.

Liedtextverhörer

Gute Liedtexte fügen der Melodie jedoch eine zusätzliche Dimension zu, die die Botschaft der Melodie unterstreichen oder auch mit ihr kontrastieren können. Als Kinder verstehen wir diese Botschaft nicht immer, aber wir singen trotzdem lauthals mit: „Ein Männlein steht im Walde, ganz still und dumm. Es hat vor lauter Popo ein Mäntlein um.“ Auch als Erwachsene hören wir so manches Mal Dinge wie „der weiße Neger Wumbaba“ statt „der weiße Nebel wunderbar“ oder sind gerührt, „When a man loves a walnut“.

McDermott erklärt in seinem Artikel, dass bereits Babys Harmonien von Dissonanzen unterscheiden und einen Rhythmuswechsel bemerken können. Wer seinem Sprössling also unstimmige und aus dem Rhythmus geratene Wiegenlieder vorsingt, weckt auf jeden Fall das Interesse des Kleinen. Ob das dem Einschlafen dann so dienlich ist, eine andere Frage...

Lesen Sie in der nächsten News der Kocarek GmbH, wie Forscher nachweisen, dass Musik eine Art Weltsprache ist.

 

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