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03.02.2016

Endlich verständliche Lautsprecherdurchsagen

Durch die Lautsprecher am Bahnhof tönt es "Der Zug nach Frankfurt am Main fährt heute auf Gleis...", der Rest des Satzes verliert sich im lautstarken Rattern eines Güterzugs, der gerade vorbeifährt. Damit die Fahrgäste in Zukunft wissen, auf welchem Gleis ihr Zug abfährt, soll die Sprache der Durchsagen an die Umgebungslautstärke angepasst werden.

Bahnhof

Wer möchte das ändern?

Im Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie arbeitet die Projektgruppe "Hör-, Sprach- und Audiotechnologie" an einer Software. Sie soll die Sprache der Durchsagen verständlicher machen. Die Software könnte in Zukunft auch bei Konferenzen oder Telefonaten mit dem Mobiltelefon eingesetzt werden.

Das Problem

Die Hauptidee liegt darin, dass ein Mikrofon dauerhaft den Lärmpegel in der Umgebung analysiert. Die Sprache soll dann in Echtzeit an den Lärmpegel angepasst werden. Jan Rennies-Hochmuth, Projektleiter der Gruppe, betont, dass einfaches Lauterstellen der Stimme mit dem Ziel, den Lärm einfach zu übertönen, nicht funktioniere. Das größte Problem bei dieser Technik ist, dass Boxen schnell zu klirren beginnen, wenn die Lautstärke zu hoch wird. Sprache sei viel komplexer, so Rennies-Hochmuth.

Die Lösung

Die Software muss also anders vorgehen: Sie verstärkt Tonhöhen gezielt. Häufig hängt die Verständlichkeit mit den Konsonanten zusammen, da diese meist kurz sind und höhere Tonhöhen haben. Vokale sind in der Regel gut zu verstehen, da sie relativ lang und tief gesprochen werden. Daher verstärken die Algorithmen der Software nur bestimmte Tonhöhen zu den Zeitpunkten, an denen sie gestört werden.

Außerdem kann die Software mit dem Namen "ADAPT DRC" unterschiedliche Lautstärken im Sprachsignal berücksichtigen. In unserer normalen Sprachdynamik benutzen wir laute und leise Teile. Damit die Verständlichkeit besser wird, müssen die leisen Anteile also verstärkt und die lauten gedämpft werden. Das nennt man "Dynamic Range Compression" (DRC).

Handhabung

Anlagen, die für Konferenzen benutzt werden, und Mobiltelefone haben bereits eingebaute Mikrofone. Die Integrierung und Benutzung der Software kann hier also problemlos stattfinden. Damit wir in Zukunft auch an Bahnhöfen oder Flughäfen alle Durchsagen gut verstehen, müssen dort noch Mikrofone eingebaut werden.

 

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