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18.04.2017

Englische Filmtitel ins Deutsche übersetzen: Funktioniert das?

Bei der Übersetzung von englischsprachigen Filmtiteln ins Deutsche stehen Übersetzer und Marketingexperten oft vor großen Herausforderungen:

Kino Ohio Theatre

Besonders wenn der Originaltitel aus einem Wortspiel besteht, ist Kreativität gefordert. Denn diese verlieren bei einer wörtlichen Übersetzung schnell ihren Charme. Gerade wenn mit Alliterationen oder Wiederholungen gespielt wird, lässt sich der Witz oder die Sinnhaftigkeit nicht direkt übertragen.

Originale Filmtitel oder Übersetzungen - was ist besser?

Bei einigen Titeln klappt es jedoch, beispielsweise bei "Dumb & Dumber" das auf Deutsch "Dumm und Dümmer" heißt: eine einwandfreie Übersetzung. Bei anderen Filmtiteln entscheiden sich die Verantwortlichen dafür, beim englischen Original zu bleiben. "Golden Eye" muss nicht übersetzt werden, ebenso wenig wie "Goldfinger". Filme wie "About a Boy" behalten in den deutschen Kinos ihren ursprünglichen Titel. Allerdings kommt gerne mal ein Untertitel hinzu, in diesem Fall "Der Tag der toten Ente".

Derartige Neu-Erfindungen zeigen, dass sich die Schöpfer der Titel mit dem Thema und der Zielgruppe intensiv auseinandergesetzt haben. Sie wollen ihn möglichst werbewirksam in Szene setzen. Denn bei der Präsentation eines Blockbusters geht es nicht um die exakte Übersetzung des Originaltitels, sondern darum, den Charakter des Films zu vermitteln und den richtigen Ton zu treffen. Die Titelformulierung ist reines Marketing, denn schließlich sollen die Kinogänger angelockt werden.

Wenn die Titelübersetzungen besser sind als das Original

Einige Beispiele aus der Filmgeschichte belegen, wie Neu-Formulierungen eine größere Anziehungskraft erzielen können. Die schwarze Krimikomödie "In Bruges" heißt bei uns beispielsweise nicht einfach nur "In Brügge", sondern "Brügge sehen… und sterben?", und der britische Kultfilm "Monty Python and the Holy Grail" ist in Deutschland als "Die Ritter der Kokosnuss" bekannt. Der eher unscheinbare Titel "Don't look now" hat bei uns als "Wenn die Gondeln Trauer tragen" unzählige Besucher in die Kinos gelockt. Offensichtlich geht es bei den Filmtiteln nicht darum, sie korrekt zu übersetzen: Stattdessen sollen sie Aufmerksamkeit erzielen, neugierig machen oder spannungsreich andeuten, was den Zuschauer im Film erwartet.

Wenn Filmtitel zu frei übersetzt werden

Einige deutsche Filmtitel gelten als Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte. Dazu gehören "Hi-Hi-Hilfe!" für den Beatles-Film "Help!" und "Die Klapperschlange" für den US-amerikanischen Blockbuster "Escape from New York". Beide Filme hatten in Deutschland zwar Erfolg, doch die ursprünglichen Assoziationen gingen bei der deutschen Titelformulierung verloren. Dass der Protagonist im Kinofilm "Die Klapperschlange" eine Kobra als Tätowierung trägt, deutet zudem darauf hin, dass die Verantworlichen nicht richtig aufgepasst haben.

Für die Marketing- und Filmbranche heißt es also, die richtige Balance zwischen Kundenorientierung, assoziativen Begriffen und Wortwitz zu finden. Der Titel ist nicht allein für den Erfolg eines Films verantwortlich, doch er sollte unverwechselbar und stimmig sein. Letztendlich handelt es sich bei dem Filmtitel um ein Identifikationsmerkmal, das zur Produktion und zur Zielgruppe passen muss.

 

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