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15.09.2016

Filme essen: faszinierende Ausdrücke aus dem Hebräischen

Es ist ein bekanntes Phänomen: Wer Wörter von einer Sprache in eine andere überträgt, verliert manchmal etwas, das die fremde Kultur ausmacht. Manche Wörter gibt es schlichtweg nicht in anderen Sprachen, weil es das jeweilige Ding in der anderen Kultur nicht gibt, das sie bezeichnen. Andere Ausdrücke haben ein Pendant in der Zielsprache. Dennoch geht bei der Übersetzung mancher Wendungen die so bezeichnende, kulturelle und poetische Botschaft der Ausgangssprache verloren. Wir zeigen Ihnen drei Beispiele aus dem Hebräischen.

Wörter übersetzen die eine fremde Kultur ausmacht

Firgun (פירגון): selbstlose Freude empfinden und weitergeben

Man könnte das hebräische Wort schlicht und einfach mit "Ermutigung" übersetzen. Firgun bedeutet jedoch so viel mehr: Es bezeichnet die großherzige, uneigennützige Freude, die man fühlt, wenn eine andere Person etwas Tolles geschafft hat. Firgun gibt Empathie und lässt jemanden Freude fühlen, ohne dass der "Freudengeber" in irgendeiner Weise egoistische Ziele damit verfolgt. In diesem einen Wort liegt so viel, dass es unmöglich scheint, es mit nur einem Wort ins Deutsche zu übertragen.

Neshama (נשמה): der andere als Teil von einem selbst

Neshama ist ein hebräisches Kosewort, das die gleiche Funktion wie der deutsche "Schatz" hat. Wortwörtlich heißt es "Seele". Neshama sheli – "meine Seele" – entspricht also dem deutschen "mein Schatz". Der Unterschied: Der deutsche Schatz drückt eine andere Ebene der Wertschätzung aus, auch wenn die Funktion der beiden Ausdrücke gleich ist. Im Hebräischen ist einem der oder die andere so wichtig, dass man ihn oder sie als Teil der eigenen Seele bezeichnet.

L'ecole sratim (לאכול סרטים): Drama Queen

Die umgangssprachliche Drama Queen ist krankhaft dramatisch, wenn sie an der so genannten histrionischen Persönlichkeitsstörung (HPS) leidet. Weniger ernste Auswüchse werden im Deutschen gerne mal mit "Sei nicht so eine Drama Queen!" quittiert. Im Hebräischen verbindet man das Drama hingegen mit Filmen. Personen, die gerne mal theatralisch die Hände in die Luft werfen und einen verzweifelten Aufschrei von sich geben, wenn das Mineralwasser von Gerolsteiner und nicht Rokko No Mizu kommt, hören dann: "Du isst ja Filme!"

 

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