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01.09.2015

Fremdsprachen in Europas Schulen

Vor noch nicht allzu langer Zeit konnte man als Schüler bei der zweiten Fremdsprache zwischen Französisch und Latein wählen. Die meisten wählten Französisch, weswegen viele Schüler zumindest ein paar Brocken davon verstehen und gebrauchen konnten. Welche Fremdsprachen lernen deutsche Schüler heutzutage? Und lernen Schüler anderer europäischer Länder Deutsch?

Sprachen lernen

Französisch in Deutschland und Deutsch in Frankreich

Hierzulande lernt immer noch rund ein Viertel aller Schüler der Mittelstufe Französisch. Heike Uhlig, Sprachexpertin beim Goethe-Institut, erklärt, dass Schüler eher Sprachen der Nachbarländer lernen. Das spricht für Französisch als zweite Fremdsprache. Hinzu komme, dass Sprachen wirtschaftlich starker Staaten attraktiver seien als Sprachen der Länder, die sich in einer langfristigen Krise befinden.

Indogermanisch, romanisch und germanisch

Der Muttersprache ähnliche Sprachen würden außerdem bevorzugt gelehrt werden. Das spricht nun nicht unbedingt für Französisch: Französisch und Deutsch gehören zwar beide zur indogermanischen Sprachfamilie und weisen daher gewisse Ähnlichkeiten auf. Französisch gehört jedoch zusammen mit unter anderem Spanisch, Portugiesisch, Italienisch und Rumänisch zur Sprachfamilie der romanischen Sprachen. Deutsch dagegen gehört zusammen mit unter anderem Englisch und den skandinavischen Sprachen zur germanischen Sprachfamilie, die einen anderen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie darstellt.

Nachbarschaft, Wirtschaftskraft, Verwandtschaft

Das komplexe Zusammenspiel aus Nachbarschaft, Wirtschaftskraft und Verwandtschaft könnte erklären, warum Französisch vielen deutschen Schülern schwerfällt: Die Sprache wird zwar direkt im Nachbarland, das wirtschaftlich stark ist, gesprochen, gehört aber einer anderen „Unterfamilie“ an als Deutsch. Man möchte Französisch lernen, doch es ist nicht leicht.

Das Zusammenspiel erklärt auch, warum in Frankreich 37 % der Mittelstufenschüler Spanisch lernen und nur 14,4 % Deutsch: Deutschland liegt zwar direkt nebenan und ist wirtschaftlich stark, aber Spanien ist ebenfalls ein direkter Nachbar, die Wirtschaft scheint sich zu erholen und Spanisch gehört zur gleichen Unterfamilie wie Französisch. Die französische Regierung möchte nun sogar die Zahl der Deutschstunden halbieren, was sowohl die Deutschlehrer in Frankreich als auch die deutsche Botschafterin erzürnte. Die ADEAF hat sogar eine Petition in Gang gesetzt, um die deutsche Sprache in Frankreich zu beschützen.

Zweieindrittel aus drei: Skandinavische Sprachen

Skandinavische Sprachen boomen ebenfalls in Deutschland, wenn auch eher in der weiterführenden Bildung als im Schulunterricht. Sie erfüllen zumindest 2,33 „Kriterien“ Uhligs: Sie sind der deutschen Sprache sehr ähnlich, leicht zu lernen, die Länder sind wirtschaftlich stark und zumindest Dänemark ist ein direkter Nachbar Deutschlands. Oder ist Dänisch doch nicht so leicht...? Die Schüler in Norwegen und Schweden bevorzugen hingegen Spanisch (31 und 43,5 %) immer häufiger vor Französisch (14 und 15,6 %); auch Deutsch (24,4 und 19,3 %) ist weniger beliebt, obwohl es viel einfacher zu lernen ist als Spanisch. Viele Skandinavier reisen allerdings nach Spanien. Sie verbinden mit Spanisch Urlaub, Sonne, Erholung – und vor allem Wärme. Warum also nicht ein bisschen Urlaubsfeeling im Klassenraum erleben?

Welche Sprachen unsere Schüler in Europa auch immer lernen, wir von der Kocarek GmbH übersetzen sie alle.

 

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