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28.05.2015

Hilfe, die Emojis kommen! :)

Englisch bedroht sie. Zugezogene aus dem Ausland verändern sie. Der jugendliche Slang der neuen Generationen hält der deutschen Sprache schon die Tür auf, hinter der ein jäher Abgrund wartet. Urdeutsche Dialekte balancieren ebenso an der Kante wie das Nachrichtensprecherhochdeutsch der Medien. Den alten Feinden kann eine etablierte Sprache vielleicht noch standhalten. Doch schon drängt eine Flut lächelnder, weinender, schimpfender, verwirrter und cooler Hieroglyphengesichter in Richtung Tür, um die deutsche Sprache endgültig in den Abgrund zu stoßen.

Emojis

Emojis bedrohen nicht nur die deutsche Sprache: Sie bedeuten das Aus für die Kommunikation durch sämtliche moderne Sprachen. Menschen werden verlernen, komplexe Sachverhalte und Emotionen mit Worten auszudrücken. Ohne grammatikalische Strukturen wird die Sprachenwelt grinsenden Gesichts zugrunde gehen. Neben den mündlichen Formen verschwinden dann auch die schriftlichen.

Fremde Sprachen sind plötzlich das kleinere Übel. Man sollte sich zusammentun: Gemeinsam sind wir stark. Der Feind wird zum Freund, denn schließlich ist Deutsch mit fremdsprachlichen Elementen immer noch besser als gelb-buntes Bild- und Bedeutungswirrwarr. Immerhin: Die bunten Zeichen für Gefühlsausdrücke, Pflanzen, Tiere, Essen, Trinken und jede Wetterlage bergen das Potenzial des internationalen Sprachfriedens und -verständnisses. Ein lächelndes Gesicht wird überall auf der Welt erkannt, ganz ohne Übersetzungen.

Menschen unterschiedlicher Herkunft haben dennoch verschiedene Präferenzen, was den Gebrauch von Emojis angeht. Nun sollten Sie eventuelle Klischees verbannen: Die Kanadier lieben den "Poop Emoji", Araber haben eine besondere Vorliebe für Blümchen und andere Pflanzen, Amerikaner verschicken Fleisch, Kuchen und Totenschädel und die Franzosen herzen vier Mal häufiger als andere. Die größten Romantiker sind trotzdem die Russen, die drei Mal mehr Emojis der Romantikkategorie verwenden als der durchschnittliche Emojier. Und die Deutschen? Wir verschicken von allen am häufigsten die Maus. Hier kommt die Maus jetzt auch in Bildschriftzeichenform.

Die Pessimisten unter den Sprachforschern sehen die Emojis als eine Ersetzung, nicht als eine Ergänzung. Seit fast 25 Jahren sind die ursprünglich aus Japan kommenden Bildschriftzeichen bereits in Gebrauch. Trotzdem schreibt Haruki Murakami noch Romane und keine Bilderbücher. In diesem Sinne: :-) !

Noch Fragen? Unicode beantwortet hier die FAQs rund um das Thema Emojis und so manche missverstandenen Emojis erklärt typografie.info in dieser Übersicht.

 

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