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19.07.2016

Kleinkinder profitieren von Videotelefonie

Für Großeltern, die weit weg von ihren Enkelkindern wohnen, gibt es gute Nachrichten: Forscher des Lafayette College in Pennsylvania haben kürzlich herausgefunden, dass Kleinkinder einiges von bildschirmbasierter Kommunikation lernen können.

Videotelefonie

Verhalten von Kleinkindern

Für ihre Studie nahm das Forscherteam das Verhalten ein- bis zweijähriger Kleinkinder während eines Videotelefonats unter die Lupe. Dabei fanden sie heraus, dass Videotelefonie für Kleinkinder nicht nur bloße Bildschirmunterhaltung darstellt. Wie qualitativ hochwertig ist Videotelefonie als Kommunikationsform für die Kleinen? Warum lernen Kleinkinder von anderen Menschen besser als von Videos?

Unterschiedliche Arten von Bildschirmen

Die American Academy of Pediatrics empfielt, (Klein)Kinder nicht zu lange vor den Bildschirm zu setzen: Studien haben gezeigt, dass zu viel Zeit vor dem Bildschirm zu psychologischen Problemen und schlechten Sprachfertigkeiten führen kann. Wie das Forscherteam des Lafayette College unter Leitung der Entwicklungspsychologin Prof. Lauren J. Myers jetzt herausfand, scheint es Nuancen zu geben: Ein Kleinkind vor den Fernseher zu setzen ist nicht unbedingt dasselbe wie ein interaktives Videogespräch mit vertrauten Menschen. "Wir haben in unserer Studie getestet, ob Kleinkinder via Videotelefonie Beziehungen zu Menschen aufbauen und ob sie und von ihnen lernen können", so Myers.

Die Studie

Für die Studie ließ das Forscherteam 60 Kleinkinder unter zwei Jahren eine Woche lang entweder Videotelefonie durchführen oder vorher aufgenommene Videos anschauen. In den vorher aufgenommenen Videos vermittelten die Erwachsenen neue Wörter, Handlungen und Muster. In jeder Gruppe waren 30 Ein- bis Zweijährige.

Ergebnisse

Sämtliche Kinder reagierten auf ihre Bildschirmpartner. Nur die, die interaktiv Videotelefonie durchführten, reagierten jedoch synchron mit ihren Partnern: Sie klatschten beispielsweise, nachdem der Bildschirmpartner geklatscht hatte. Nach einer Woche erkannten die Kleinkinder ihre Bildschirmpartner und bevorzugten sie, obwohl sie diese nur auf dem Bildschirm gesehen hatten. Neben der sozialen Information hatten die Kinder auch kognitive Informationen, wie neue Wörter und Muster, gelernt. Waren die Bildschirmpartner vorher aufgenommen worden, trat kein Lerneffekt ein. Der entscheidende Punkt schien die Reaktion in Echtzeit zu sein. Der Partner konnte direkt auf das Verhalten des jeweiligen Kindes eingehen – fast wie in einem normalen Gespräch.

Positiver Effekt ab 17 Monaten

Besonders positiv ist der Effekt, wenn die Kleinkinder den Bildschirmpartnern im "echten Leben" auch nahe stehen. Myers erklärt, dass Kleinkinder ab etwa 17 Monaten verstehen, wer die andere Person auf dem Bildschirm ist. Sie könnten dann von Videotelefonie profitieren. Das gelte nur für echte Videotelefonie – nicht für Kommunikationssituationen, die authentisch aussehen sollen, aber vorher aufgenommen wurden.

Die Studie wird in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift Developmental Science unter dem Namen "Baby FaceTime: Can toddlers learn from online video chat?" erscheinen.

 

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