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19.04.2016

Kommunikationspannen durch Emoji-Gebrauch

Ein lächelnder Emoji wird von allen Menschen als ein Lächeln gedeutet. Wirklich? Zunächst gibt es technische Pannen: Ein Emoji kann auf verschiedenen Smartphone-Modellen ganz unterschiedlich aussehen. Doch auch der Mensch spielt eine Rolle: Manchmal fasst er lächelnde Augen als betrügerischen Blick auf.

Emojis

Die Studie

Hannah Miller ist Doktorandin der Universität Minnesota und erforscht das kommunikative Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine: Wie sollte Technologie designt werden, damit sie die Qualität sozialer Interaktionen verbessert? Kürzlich zeigte sie Studienergebnissen zu Emojis auf ihrem Blog "GroupLens", die offiziell im Mai veröffentlicht werden.

Die technische Seite

Dass Smartphones unter sich keine einheitliche Emoji-Sprache verwenden, zeigt die Reihe der zehn "grinsenden Gesichter mit lächelnden Augen", die Miller vorstellt. Während der Sender auf seinem Nexus beispielsweise Google Nexus Emojisagt, sieht der Empfänger auf dem iPhone iPhone Emoji. Die (teils extremen) Unterschiede kommen zustande, weil jede Smartphone-Plattform seine eigene Emoji-Schriftart hat.

Um die Ungleichheit der Emoji-Schriftarten auf Ihr Kommunikationspannenpotenzial zu untersuchen, ließen Miller und ihre Kollegen Studienteilnehmer Emojis in Worten beschreiben. Die Teilnehmer sollten außerdem das Gefühl beurteilen, das sie mit dem jeweiligen Emoji verbinden – von "extrem negativ" (-5) bis "extrem positiv" (5). Das Ergebnis: Ein und derselbe Emoji wird durch die unterschiedlichen Emoji-Schriftarten der verschiedenen Smartphone-Plattformen zu unterschiedlichen Emotionen. "Wenn ein iPhone-Nutzer ein  zu einem Windows-Phone-, Samsung-, LG- oder Nexus-Nutzer schickt, sendet der iPhone-Nutzer einen leicht negativen Emoji (-1) aus. Der Empfänger erhält aber einen ziemlich positiven Emoji (3-5)", so Miller. Insgesamt war die Differenz bei 9 von 22 Emojis größer als zwei Punkte.

Die menschliche Seite

Überraschend für das Forscherteam war, dass viele Kommunikationspannen entstehen, obwohl die Teilnehmer exakt dieselben Emojis betrachteten.  wurde beispielsweise von manchen positiver und von manchen negativer beurteilt; insgesamt bewerteten die Teilnehmer diesen Emoji mit allen möglichen Gefühlen zwischen -5 und +5. Selbst innerhalb derselben Smartphone-Plattform lag der Unterschied durchschnittlich bei 1.88 Punkten.

Eine Unterhaltung kann also folgendermaßen aussehen:

Google Nexus:      
iPhone:

Sender: Ich hatte gerade ein Date.  Google Nexus Emoji

Empfänger: Mist! Tut mir leid, dass es schlecht lief. Ich freu' mich schon darauf, mehr zu hören.

Sender: ???

Sender: Ich hatte gerade ein Date. iPhone Emoji

Empfänger: Mist! Tut mir leid, dass es schlecht lief. Ich freu' mich schon darauf, mehr zu hören.

Sender: ???

Die Unterhaltung zeigt: Pannen bei der Übersetzung treten auch in der Emoji-Sprache auf.

 

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