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06.09.2016

Monatsnamen: Juli bis Dezember

Es wird kaiserlich: Die (eigentlich) warmen und sonnigen Sommermonate sind nach ehemaligen Herrschern benannt. Herbst und Winter sind eher mathematisch – außer im Altdeutschen. Nachdem wir die Herkunft der Monatsnamen Januar bis Juni bereits erklärt haben, geht es heute um die Namen des restlichen Jahres.

Augustus Büste

Der Juli, das Heu und die Flitterwochen

Julius Cäsar war der Namensgeber für den Monat Juli: Er hatte die Kalenderreform verursacht und erhielt demnach einen Ehrenplatz im Ablauf der Monate. Allerdings bekam Cäsar von seinem monatlichen Ehrenplatz nichts mehr mit – den erhielt er erst, als er im Jahr 44 v. Chr. ermordet wurde. Zuvor hieß der Juli noch "der Fünfte", Quintilis. Die Zahl stammt noch aus dem alten Kalendersystem, das mit dem März und nicht dem Januar begann.

Im deutschen Sprachraum hieß der Juli lange Zeit Heuert, Heuet oder auch Heumonat, da in dieser Zeit das erste Heu gemacht wurde. Man nannte den Sommermonat aber auch gerne Bärenmonat oder Honigmonat/Honigmond. Im Juli passiert traditionell also sehr viel: Bauern mähen ihre Felder, Imker ernten den Honig und Paare, die im Juni geheiratet haben, treten ihre Flitterwochen an – auf Englisch: honeymoon.

Der August und seine 31 Tage

Cäsars Adoptivsohn Augustus folgte seinem Adoptivvater auf den Thron. Genauso folgt der August auf den Juli. Man wählte den August als Ehrenmonat Augustus' aus, weil dieser zu dem Zeitpunkt zum ersten Mal Konsul geworden war.

Seine 31 Tage erhielt der August übrigens schon vor seiner Umbenennung im Jahr 8 v. Chr. Damals hieß der August noch Sextilis, "der Sechste". Damit nach Juli und August nicht noch ein dritter Monat 31 Tage erhielt, entzog Cäsar dem September einen Tag. Dafür erhielten Oktober und Dezember je 31 Tage, der November wiederum 30. Eine Legende besagt jedoch, dass der August nur 31 Tage bekam, um dem Cäsarmonat in nichts nachzustehen...

Auf Deutsch hieß der August früher Erntemonat.

September bis Dezember

Hier scheint noch das alte Kalendersystem von vor 153 v. Chr. durch: September ist "der Siebte", Oktober "der Achte", November "der Neunte" und Dezember "der Zehnte". Die Bezeichnungen stimmen zwar nach dem julianischen Kalender nicht mehr, haben sich aber trotzdem gehalten.

Alte deutsche Namen: Alles dreht sich um's Wetter

Im Deutschen hatte man früher andere Monatsnamen: Der September hieß Scheiding, da sich zu dieser Zeit der Sommer allmählich verabschiedet. Andere Namen waren Herbsting, Herbstmonat, Engelsmonat und Holzmonat. Das gelbe Laub im Oktober gab diesem Monat den Namen Gilbhart ("viel Gelbes"); durch die Weinernte wurde der Oktober sehr früh schon als Weinmonat oder Weinmond bezeichnet. Auch zweiter Herbstmond war ein gängiger Name. Der neblige November war der Nebelung und dem Dezember gab das größte Fest der Germanen, das Julfest (Wintersonnenwende), den Namen Julmond: Man rollte brennende Julräder talabwärts, um die Sonne zurückzurufen. Der Name bezeichnet heute noch das Weihnachtsfest in den skandinavischen Sprachen: jul oder jol.

 

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