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11.03.2014

Nachrichten machen uns zu besseren Menschen?

Der Philosoph Alain de Botton beschreibt in seinem Mitte Februar erschienenen Buch „The News. A User´s Manual“ wie Nachrichten sein sollten, um den Menschen wirklich nützlich zu sein. Wie?

Übersetzt auf Deutsch liest sich der Titel: „Die Nachrichten. Ein Benutzerhandbuch“, und handelt davon, wie sehr uns die Medien und insbesondere die kolumnistische Berichterstattung und die Berichterstattung in Boulevardzeitschriften in unserem Denken und Handeln prägen.

Schlimme Nachrichten wie Naturkatastrophen, neue Krisen oder schwere Unglücke beeinträchtigen unsere Wahrnehmung. Für einen kurzen Augenblick stellen wir unsere eigenen tagtäglichen Probleme zurück und konzentrieren uns ganz und gar auf diese oft schlimmen Geschehnisse. Zudem suggerieren uns bestimmte Nachrichten, dass wir eigentlich tätig werden müssten, um die Not, der Betroffenen zu lindern.

Ein gutes Beispiel hierfür ist gerade heute aktuell in den Medien publiziert: Am 11. März jährt sich zum dritten Mal das Erdbeben mit anschließendem Tsunami der folgenden Reaktorkatastrophe in Fukushima. 20.000 Menschen fielen den gigantischen Wassermassen zum Opfer. Riesige Gebiete rund um Fukushima sind auch drei Jahre nach der Katastrophe stark verstrahlt. Ernten fallen aus und fruchtbarer Boden bleibt für Jahrzehnte verseucht. Bei einer Zerfallszeit von mehr als 50 Jahren des radioaktiven Materials, kein Wunder.

Hat es funktioniert? Konnte ich in Ihnen Mitgefühl wecken für die Angehörigen der Opfer? Wenn ja, dann habe ich Sie soeben beeinflusst und Alain de Botton hat Recht gehabt, mit seiner Annahme, Medien beeinflussen den Leser. Oder anders herum gesagt: die Darstellung der Nachrichten ist ein Missbrauch der eigentlichen Tragödie um der Aufmerksamkeit Willen.

Man fühlt gleich mit den Opfern und möchte am liebsten helfen, doch nur in dem Zeitraum, indem es in den Köpfen präsent ist. Sobald das Thema aus den Medien verschwunden ist, ist auch der Drang des Helfens vergessen und jeder kümmert sich wieder um seine eigenen Probleme.

Botton rät deshalb dazu, neue Nachrichten erst einmal mit Skepsis zu begegnen. Außerdem gibt Botton in seinem Buch eine Anleitung, wie Nachrichten sein müssten, um uns zu beruhigen, statt aufzuwühlen und uns zur rechten Zeit an die wichtigen Dinge (z.B. Tod und Gefahren) zu erinnern. Mehr dazu liest man in Alain de Botton's faszinierendem Buch, welches wir an dieser Stelle empfehlen. Wie sich Alain de Botton Nachrichten vorstellt, ist auch auf seiner Webseite http://www.philosophersmail.com/ nachzulesen.

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