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14.03.2017

Papst Franziskus sieht sich als "fehlbaren Sünder"

Mit Papst Franziskus kam im Jahr 2013 nicht nur der erste Papst aus Lateinamerika auf den Heiligen Stuhl. Mit ihm zog auch ein neues Verständnis des Papsttums in den Vatikan ein.

Papst Franziskus

Ein Papst der Bescheidenheit und Liebenswürdigkeit, aber auch mit sehr viel Beharrlichkeit und innerer Stärke. Sein Bekenntnis, ein "fehlbarer Sünder" zu sein, zeigen das sehr deutlich. Er sieht sich als "ganz normaler Mensch, der tut, was er kann" und erteilt damit der Idealisierung seiner Person eine Absage.

Der Papst als der oberste Übersetzer

Jorge Mario Bergoglio, wie Franziskus mit Geburtsnamen heißt, hatte bescheidene italienische Eltern, die nach Argentinien emigriert waren. In Buenos Aires wurde er 1936 geboren und die Sprachen Italienisch und Spanisch waren ihm somit schon in die Wiege gelegt. Deutsch kam später während seines Studiums in Frankfurt am Main hinzu, neben anderen Sprachen. Als Papst muss er aber nicht nur die menschliche Worte verstehen, sondern sie in die christliche Botschaft übersetzen können. Eine Aufgabe, die derzeit für alle Kirchen schwierig geworden ist.

Mit Geschicklichkeit und Beharrlichkeit für eine offene Sprache

Ohne einen Stein der Glaubensgrundsätze zu versetzen, bringt Franziskus viele Streitfragen des katholischen Glaubens in zuvor nicht bekannter Offenheit zur Sprache. Schon seine Aussage, selber ein fehlbarer Sünder zu sein, ist ein Zeichen für diese neue Öffnung. Sie ist eine Absage an den Unfehlbarkeitsanspruch. Auch in der Frage eines christlichen Umgangs mit Homosexuellen überraschte er mit der Bemerkung: "Wer bin ich, um über sie zu urteilen?" Die Kirche solle Homosexuelle nicht diskriminieren, sondern mit Respekt behandeln. Ganz neue Töne, aber in voller Übereinstimmung mit den christlichen Geboten.

Mit Franziskus sitzt der erste Jesuit auf dem Papstthron


Bei Franziskus von einem Papstthron zu sprechen, das ist nur noch sinnbildlich zu verstehen. Er ließ diesen Thron als eine der ersten Amtshandlungen aus der päpstlichen Wohnung entfernen, samt Podest. Ist das vielleicht nur vorgespielter "Pauperismus", wie es Kritiker behaupten? Franziskus gehört seit 1958 dem Orden der Jesuiten an, die den drei Gelübden Armut, Keuschheit und Gehorsam folgen. Ein Orden, der in Südamerika große Schutzzonen für die Indios schuf und ihre Sprachen erforschte. Namenspatron für Franziskus ist Franz von Assisi, der Heilige, der sich vom väterlichen Besitz trennte und den Orden der Franziskaner gründete.

Südamerika zwischen Elend und Reichtum, eine Sünde

Viele Anstöße von Franziskus, zu denen auch die Überlegung  zählt, Frauen als Diakoninnen in der katholischen Kirche zu zulassen, sollten nicht darüber hinweg täuschen, dass ihn die Spaltung der Welt in arm und reich noch stärker bewegt. Eine Entwicklung, die in seiner Heimat Südamerika offenkundig ist. "Eine soziale Sünde", so lauteten seine Worte schon 2007 als Vorsitzender der argentinischen Bischofskonferenz: "Die ungerechte Verteilung der Güter hat eine Situation der sozialen Sünde entstehen lassen, die zum Himmel schreit".

Ein mutiger Mensch und ein großartiger Übersetzer

Immer freundlich und immer gütig, nie verbittert und mit so viel Kraft. Dafür ist Papst Franziskus ein großes Vorbild. Im Vatikan räumte er mit vielen unklaren Geldgeschäften auf. In Buenos Aires hatte er die Polizei und die Justiz mehrfach öffentlich der Korruption angeklagt. Ob es in solchen Fällen immer so lächelnd leicht ist, gegen den Strom zu schwimmen und der Übersetzer höherer Worte zu bleiben? Franziskus gibt der katholischen Kirche auf jeden Fall ein neues Gesicht!

 

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