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21.01.2016

Römische Kulturgeschichte: Monatsnamen

"Januar, Februar, März, April, die Jahresuhr steht niemals still." Rolf Zuckowskis "Jahresuhr" ist ein Ohrwurm ohnegleichen. Er hilft Kindern dabei, die Monatsnamen zu lernen. Doch warum heißt der Januar eigentlich Januar, und was hat es mit Hartung, Hornung und Lenzing auf sich?

Allee im Winter

Photo by Bert Kaufmann

Zunächst: Verwirrung

Wichtig im Zusammenhang mit den römischen Monatsnamen sind zwei Ereignisse:

1.       153 v. Chr. legten die Römer den Jahresbeginn vom 1. März auf den 1. Januar. Er wurde also um zwei Monate vorverlegt.

2.       46 v. Chr. gab es eine Kalenderreform: Der bisherige Schaltmonat wurde durch eine gleichmäßige Verteilung der Tage auf zwölf Monate ersetzt. Im chaotischen Jahr 46 v. Chr. gab es daher 80 Extratage!

Januar

Sie kennen den Januar vielleicht noch unter dem Namen "Jänner". Januar und Jänner leiten sich vom altrömischen Gott "Janus" ab. Janus hatte zwei Gesichter: Eins schaut in die Zukunft, das andere in die Vergangenheit. So symbolisiert der Januar den Jahreswechsel. Man nimmt also an, dass der Name Januar erst ab 153 v. Chr. verwendet wurde.

Andere Namen für den Januar sind z. B. "Hartung", "Hartmond", "Wolfsmond", "Eismond" oder "Schneemonat". "Hart" steht hier im Sinne von "kalt" und stammt vom althochdeutschen Wort "hartimanot", "Mond" steht für "Monat".

Februar

Auch der Februar wurde nach einem römischen Gott benannt: Februus. Februus war der Gott der Reinigung; in der Zeit des Februars brachten die Menschen früher Sühneopfer (das lateinische Wort hierfür ist übrigens "Februa"), um sich von Sünden zu reinigen. Das Reinigungsfest fand Ende Februar statt und sollte den Menschen die Möglichkeit geben, das alte Jahr sündenfrei zu beenden. Hier finden wir also noch einen Monatsnamen, der bereits vor 153 v. Chr. verwendet wurde – als der Februar noch der letzte Monat des Jahres war.

Im Februar wirft der Rothirsch auch sein Geweih ab, deshalb war der ursprüngliche Name "Hornung". Auch "Sporkel", "Schmelzmond" und "Taumond" sind Namen für den Februar, in dem häufig der Schnee zu schmelzen beginnt.

März

Der März wurde nach Mars, dem römischen Kriegsgott, benannt: Zu dieser Zeit des Jahres begann im römischen Reich die Feldzugssaison. Das bedeutete, dass alle waffenfähigen Bürger ihre Feldherren auf dem "Marsfeld" wählten. Mars war auch der Gott der Fruchtbarkeit, was zum meteorologischen Frühlingsanfang am 1. März und zum astronomischen Frühlingsanfang am 20./21. März passt. Mars als Gott der Fruchtbarkeit symbolisiert außerdem einen Neuanfang, weshalb man annimmt, dass der Name "März" bereits seit vor 153 v. Chr. existiert.

Viele kennen den März noch unter dem Namen "Lenz", "Lenzing" oder "Lenzmond". Man nimmt an, dass das Wort sich vom westgermanischen *langa-tīn(a) ableitet, was so viel wie "langer Tag" heißt: Die Tage werden im März wieder länger.

Freuen Sie sich auf weitere Erklärungen im April!

 

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