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15.07.2015

Sprachen-News-Medley

Die Welt der Sprachen und Übersetzungen ist stets in Bewegung. In den letzten Tagen war sie mitunter geprägt von griechenglischen Wortneuschöpfungen, den Preisen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und von Limonade.

Globus übersetzen

Die Reise durch die Sprachenwelt beginnt in Griechenland (genauer gesagt in Brüssel). Während der „Grexit“ sich längst zum Wort des Jahres qualifiziert haben dürfte, brilliert EU-Ratspräsident Donald Tusk mit einer weiteren Wortneuschöpfung: Es sei endlich zu einem „Agreekment“ gekommen. Der zwischenzeitlich diskutierte und alle verwirrende „Grexit auf Zeit“ brachte so manchen Politiker in Rage. Die EU sei schließlich kein Taubenschlag; eine neue Zutat im „Metaphernsalat“ der Griechenlandkrise. Zeitgleich in Griechenland: Auf der Titelseite der beliebten Zeitung „Ta Nea“ liest man vom Gordischen Knoten. Auf den Aktienmärkten ist man nach dem Agreekment erleichtert, da „dieses Damoklesschwert nicht mehr so tief über den Aktienmärkten“ hänge.

Von Krise zu Kultur

Während die Krise eine Flut von Metaphern und neuen Wörtern über uns ergießt, gibt die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung zwei Preisträger bekannt: Peter Eisenberg wird im Oktober den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa erhalten. Der emeritierte Professor für Deutsche Sprache der Gegenwart mit dem Spezialgebiet deutsche Grammatik ist besonders bekannt für sein zweibändiges Grundlagenwerk „Grundriss der deutschen Grammatik“. Die Jury vergab den Preis an Peter Eisenberg, da er das komplexe Thema Grammatik wissenschaftlich genau und gleichzeitig allgemein verständlich präsentiert.

Die zweite Preisträgerin ist Gabriele Goettle. Sie wird den Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay erhalten. Die vielseitige Schriftstellerin und Journalistin hat neben Literaturwissenschaft auch Bildhauerei, Religionswissenschaft und Kunstgeschichte studiert. Ihre Texte verknüpfen die Begriffe „Essay“ und „Kritik“ auf beispielhafte Weise, so die Begründung der Jury. Goettle habe ein Gespür für die Schwierigkeiten unserer Zeit und bringe diese präzise und menschenfreundlich in Berichten über verschiedenste Menschen zum Ausdruck.

Von Kultur zu Limonade

Unsere Reise geht weiter in die englischsprachige Welt. Dort berichtet der Sprachenprofessor Scott Sheridan der Illinois Wesleyan University über seine Erfahrungen, ein Zwischending zwischen „Stolz und Vorurteil“ und „Fifty Shades of Grey“ aus dem Italienischen ins Englische zu übersetzen. Es geht um Nina Pennacchis Roman „Lemonade“, der heute auf Englisch erscheint. Die größte Herausforderung beim Übersetzen seien der Ton und der Schauplatz der Geschichte gewesen, so Sheridan: Die Geschichte spielt im frühen 19. Jahrhundert in England und ist von einer Italienerin geschrieben worden. Daher habe Sheridan versucht, der Übersetzung einen Hauch Jane Austen mitzugeben.

Übersetzen ist eine Kunst und Sheridan möchte das auch den Studierenden vermitteln. Übersetzungstheorien und praktisches Übersetzen würden dabei helfen, die Sprache als ein Ganzes zu erfassen, so Sheridan. „Selbst die Wahl eines Schimpfwortes ist eine Herausforderung,“ fügt er hinzu. Man müsse sich ständig fragen, ob das entsprechende englische Äquivalent angemessen und dennoch nicht zu derb ist.

Die Menschen unserer Zeit: Manchmal schimpfen sie gern, sie sind Worteerfinder, sie zeichnen (schimpffreie) Sprache aus und trinken Limonade in Buchform, während Übersetzer das Ganze in verschiedenen Sprachen zugänglich machen. Sie ist eine verrückte und interessante Welt, diese Sprachenwelt!

 

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