Übersetzungsunternehmen Kocarek GmbH
Facebook LinkedIn GooglePlus Besuchen Sie uns auf Twitter YouTube

+49 201 24 69 90-0 | info@kocarek-gmbh.com

Übersetzungsunternehmen Kocarek GmbH
Home » News
12.06.2014

Stürme und ihre Namen

Kyrill & Co – Wie kommen Stürme eigentlich zu ihrem Namen?

Das Unwetter an diesem Pfingstmontag nach einem heißen und sonnigen Wochenende hat uns wahrlich überrascht und der Schreck über die verheerenden Verwüstungen sitzt uns noch allen in den Knochen. Die Schäden gehen in die Millionen. Das ganze Ausmaß wird erst nach und nach sichtbar. Entwurzelte Bäume und abgeknickte Äste, abgedeckte Dächer, einige Verletzte und leider sogar Tote.

Es war das heißeste Pfingstfest seit 50 Jahren. Die Temperaturen kletterten auf für den Monat Juni rekordverdächtige 34 °C.

Sonne satt und heiß – so stellt man sich ein Pfingstwochenende im Frühsommer gerne vor. Doch dieses schöne Wetter hat auch eine Schattenseite, wie wir dann alle in der Nacht zum Dienstag den 10.06. feststellen mussten, als ein Unwetter über uns hinweg zog. Unwetter entstehen, wenn sich warme Luftschichten am Boden mit der kalten Luft in der Höhe vermischen. Man spricht hierbei von Tiefdruck- und Hochdruckgebieten. Bei einem Aufeinandertreffen entstehen Verwirbelungen, starker Wind und sogar kleine Tornados. Zudem wird elektrische Spannung erzeugt, die sich in bis zu 30.000 Grad heißen Blitzen wieder entlädt.

Doch wie erhalten solche Unwetterfronten ihren Namen?

Die Namensgebung fand das erste Mal in den 1950ern statt, um zu verhindern, dass die verschiedenen Wetterereignisse verwechselt werden. Es wurde entschieden, den unterschiedlichen Wetterphänomenen einen Namen zugeben. Diese Methode vereinfachte die Kommunikation insbesondere bei gleichzeitigem Auftreten mehrerer Unwetter. Die Namensgebung erfolgt durch die Freie Universität Berlin.

Vor dem Jahr 2002 wurden die Unwetter einer Liste mit 26 Namen in alphabetischer Reihenfolge zugeordnet, die sich jedes Jahr mit einer weiteren Liste abwechselte. Heute werden die Namen von zahlungswilligen Bürgern bestimmt, die eine sogenannte Namenspatenschaft kaufen können.

Die Namen können sich wiederholen, wobei es hierbei eine Ausnahme gibt: Wenn der Sturm, Orkan oder das Gewitter einen erheblichen Sach- oder Personenschaden nach sich zieht, darf dieser Name fortan nie wieder für ein Unwetter vergeben werden. Ein solch schlimmes Unwetter ereignete sich 2005 in den USA, als Hurrikan Katrina die gesamte Golfküste verwüstete. Auch in Deutschland wüteten in der Vergangenheit schwere Stürme und Orkane. Der wohl berühmteste war Orkan „Kyrill“, der Schäden in Milliardenhöhe verursachte. Insgesamt starben 47 Menschen, davon 11 in Deutschland.

Kurios: Das Pfingstunwetter hat noch keinen Namen bekommen, dafür bildete es sich viel zu schnell. Welchen Namen könnte man dem Sturm vom Montag wohl geben?

UPDATE: Nun hat der Sturm vom Montag einen Namen - Ela heißt das Ungetüm.

 

Kocarek GmbH | Kronprinzenstraße 5-7 | 45128 Essen | Tel.: +49 201 24 69 90-0 | Fax: +49 201 24 69 90-10 | info@kocarek-gmbh.com