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08.12.2016

Trumps Sprache nach dem Wahlsieg

Der designierte Präsident der USA prahlte im Wahlkampf noch damit, dass er Wörter kenne und die besten Wörter habe. Trumps Sprache der Beschimpfungen ist jetzt einer neuen Wortwahl gewichen.

Donald Trump, Sprache

Neue Milde?

Das haben Kommunikations- und Sprachwissenschaftler aus Berkley, Mannheim, Mainz und Siegen herausgefunden. Trumps einst so sexistische und rassistische Ausdrucksweise (z. B. über Mexikaner: „bringen Drogen“, „bringen Kriminalität“, „sind Vergewaltiger“) scheint deutlich milder geworden zu sein. Bestimme Merkmale bleiben jedoch erhalten.

Erst Teilung, dann Einung

Trumps Lieblingsthemen waren im Wahlkampf die sterbende Nation und die Bedrohung durch Muslime und Mexikaner. In seiner Dankesrede dann sprach der 70-Jährige von „zusammenfinden“ und davon, „die Wunden der Trennung zu schließen“. Es sei an der Zeit, „als vereintes Volk zusammenzukommen.“

Wir, sie und ich

Auch das häufige Verwenden von „wir“ und „sie“ zeigte eher Trennung als Einung: Trump trennte klar zwischen dem Fremden und dem Eigenen. Seit er gewählt worden ist, geht es vermehrt um ihn selbst, „ich“: „Ich denke, mein größter Vorteil ist mein Temperament, denn ich habe ein Temperament, mit dem wir gewinnen.“

Hillary Clinton

Es mangelte nicht an Beschimpfungen gegen „crooked Hillary“, diese „nasty woman“, wie Trump sie im Wahlkampf bezeichnete. Sie sei eine „Katastrophe“, eine „Marionette“ und „korrupt“ noch dazu. Ganz andere Töne nach dem Wahlsieg: „Secretary Clinton“ sei „sehr, sehr stark und sehr intelligent.“ Die Amerikaner seien „ihr großen Dank schuldig für ihren Dienst.“

Vater Trump

Trump spielt sich seit seiner Wahl gerne als Vater der Nation auf: Er lobt oder bestraft heftig und bietet damit vielen Menschen Orientierung. Nach dem Hamilton-Pence-Eklat twitterte Trump beispielsweise: „Das Ensemble von 'Hamilton' war letzte Nacht sehr unhöflich zu einem sehr guten Mann, Mike Pence. Entschuldigt euch!“ Es klingt fast, als würde ein Schuljunge von seinem Vater verteidigt werden.

Neun Wörter, vier Buchstaben, Wiederholungen & Phrasen

Der designierte Präsident baut Sätze, die durchschnittlich neun Wörter lang sind. Das war vor dem Wahlsieg so und ist so geblieben. Die wichtigsten Begriffe setzt Trump gerne ans Satzende. Auch seine Wörter sind kurz: im Schnitt vier Buchstaben lang. Insgesamt enthalten Trumps Reden viele Wiederholungen und Phrasen wie „ich meine“, „ich denke“, „ihr wisst“, „seht“ und „also“.

 

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