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18.02.2016

Übersetzer ohne Grenzen: die Kommunikation mit Geflüchteten in Griechenland

Seit September 2015 arbeitet die gemeinnützige Organisation Translators without Borders mit Hilfsorganisationen zusammen, um in der Flüchtlingskrise eine bessere Kommunikation zwischen Geflüchteten und Helfenden in Griechenland zu ermöglichen. Dazu verwenden die Übersetzer ohne Grenzen sogenannte Rapid Response Teams in Arabisch, Farsi und Griechisch. Die Herausforderungen sind mannigfaltig.

Translators Without Borders

Die sprachliche Diversität der Geflüchteten

Rebecca Petras, stellvertretende Leiterin der Translators without Borders (TWB), reiste Ende 2015 mit ihrer Familie nach Griechenland, um als unabhängige Freiwillige zu helfen. Der Mangel an Übersetzern sei fundamental, so Petras.

Ungefähr 80 % der Geflüchteten auf Lesbos sprechen Arabisch oder Farsi, manchmal auch Englisch. Die übrigen 20 % sprechen verschiedenste Sprachen wie Kurdisch, Urdu, Paschtu, Tigrinya oder Französisch – Sprachen, die unbedingt in das Übersetzungsprogramm vor Ort aufgenommen werden müssen.

Geflüchtete sprechen andere Sprachen als Einwohner der Durchreise- und Aufnahmeländer

Hinzu kommt, dass die Helfer oft aus der ganzen Welt kommen und weder die Sprache der Geflüchteten noch die der lokalen Helfer verstehen. Momentan arbeiten die TWB daran, die Kommunikation mit den Durchreise- und Aufnahmeländern in all ihren Programmen zu sichern. Das bedeutet zum Beispiel für Lesbos, dass jede Broschüre, die in den Sprachen Arabisch, Farsi oder Englisch verteilt wird, auch eine griechische Übersetzung erhält.

Sofortige Weiterreise gewünscht

Petras berichtet, wie ein Mann nachts am Registrierungsschalter eintraf. Seine Kleidung war vollkommen durchnässt. Doch er lehnt trockene Kleidung ab: Er möchte sich registrieren, um weiter nach Athen reisen zu können. Er möchte wissen, wie er zum Hafen kommt, und wie er weiterreisen kann. Trockene Kleidung, Essen oder Wärme sind ihm egal.

Die schnelle Mobilität der Geflüchteten ist eine große, kommunikative Herausforderung: Man hat auf Lesbos keine Zeit, Routinen in vorübergehenden Wohnstätten zu etablieren. Es kommt zu kurzen Interaktionen mit Hilfsarbeitern, die kaum Raum bieten, Informationen zu verteilen. Mit dem nächsten Flüchtlingsboot geht es schon wieder von vorne los. In diesem hektischen Übergang zwischen Ankommen und Weiterreisen sind qualitativ hochwertige, präzise Übersetzungen und Dolmetschertätigkeiten entscheidend.

Geflüchtete brauchen ständig wechselnde Informationen

Krisengeschüttelte und vertriebene Bevölkerungen brauchen Informationen über ihre Gesundheit, Unterkünfte und Notfalleinrichtungen. Sie brauchen Informationen über ihre Familien und darüber, was zu Hause geschieht. Während der Flucht sind praktische Informationen über den Weg und die Umstände (Wo ist die nächste Fähre? Wie teuer ist der Bus? Wie wird das Wetter morgen?) sowie Asylverfahren (Kann ich einen Asylantrag in Schweden stellen? Wie muss ich das hier ausfüllen?) essentiell. Welche Informationen die Geflüchteten brauchen, ändert sich oft von Minute zu Minute. TWB arbeitet ununterbrochen daran, Informationen, die online und über humanitäre Netzwerke zugänglich sind, schnellstmöglich zu übersetzen.

Die Kocarek GmbH unterstützt die Arbeit der TWB als SILVER Sponsor.

 

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