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18.08.2015

Übersetzungen: Unterschätzte Lebensretter

„Wenn die Menschen hier in den ersten neun Monaten die richtigen Informationen erhalten hätten, hätte all dies verhindert werden können.“ Die Aussage stammt von Claudia Evers, die im letzten Jahr Ebola-Notfall-Koordinatorin von „Ärzte ohne Grenzen“ in Guinea war. Evers trifft den Kern der Ebola-Krise: Richtige Informationen zur richtigen Zeit in der richtigen Sprache am richtigen Ort können Leben retten. Für dieses vier Mal „richtig“ setzt sich die gemeinnützige Organisation „Übersetzer ohne Grenzen“ (Translators without Borders, TWB) ein.

Translators Without Borders

Studie: Helfen übersetzte Informationen wirklich?

Die Organisation hat eine Auswirkungsstudie zu Informationen über Ebola durchgeführt: Führen übersetzte, gesundheitsbezogene Informationen zu einem besseren Verständnis? Im Rahmen der Studie wurden Kenianer aus städtischen und ländlichen Gebieten befragt. Das Ergebnis: Ein klares Ja – jedoch nur für eine der übersetzten Sprachen.

Die Auswirkungsstudie war Teil des „Words-of-Relief“-Krisenprogramms von Übersetzer ohne Grenzen (Translators without Borders, TWB). Die Kocarek GmbH berichtete im Herbst des letzten Jahres über das Programm. Ziel der Studie war es, das Niveau des Verständnisses zu ermitteln: Wie genau verstehen Kenianer gesundheitsbezogene Daten, wenn sie auf Englisch vermittelt werden? Wie viel verstehen sie, wenn sie die Informationen auf Swahili erhalten?

Informationen auf Swahili bevorzugt

Das Forscherteam befragte 197 Kenianer, die Swahili und etwas Englisch beherrschten: „Was wisst ihr über Ebola?“ Die Teilnehmer sollten weiterhin Fragen über ihre Sprachkompetenz und Sprachvorlieben beantworten. Das Ergebnis: Nur 8 % der Befragten beantworteten grundlegende Fragen über Ebola korrekt. Daraufhin lasen die Teilnehmer der Studie ein Informationsposter, das über Maßnahmen zur Ebola-Prävention und über die Symptome der Krankheit informierte. Die Prozentzahl der korrekten Antworten erhöhte sich auf 16. Erhielten die Befragten die Informationen auf Swahili, beantworteten sie 92 % der Fragen korrekt. TWB hatte das Informationsposter erstellt, übersetzt und in Westafrika verteilt, nachdem die Krankheit ausgebrochen war. 82 % der Befragten gaben zudem an, dass sie gesundheitsbezogene Informationen lieber mündlich erhalten würden: Neben Informationsplakaten wünschen sie sich Informationen durch öffentliche Versammlungen, die Kirche oder das Radio.

Erst Übersetzungen in lokale Sprachen komplettieren die Hilfsarbeit.

Das meint Grace Tang, globale Koordinatorin des Words-of-Relief-Programms. Sie erklärt: “Die Ergebnisse der Auswirkungsstudie zu Informationen über Ebola zeigen, wie wichtig es ist, wesentliche gesundheitsbezogene Informationen in den lokalen Sprachen und im richtigen Format zu präsentieren.“ TWB wolle die Ergebnisse der Studie nutzen, um den Hilfsorganisationen weiterhin ins Bewusstsein zu rufen, dass Sprache wichtig ist und ein komplettes Verständnis in jedem Entwicklungs- und Krisenprogramm angestrebt werden sollte.

Lesen Sie die Ergebnisse der Studie hier oder, in Kurzform, hier.

Es erschreckt zu lesen, dass die Teilnehmer der Studie, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Wohnstätte, nur wenige Vorkenntnisse über Ebola hatten. Es erschreckt zu lesen, dass Informationsposter auf Englisch so gut wie nicht halfen. Es ermutigt und inspiriert zu lesen, dass Organisationen wie TWB sich effektiv dafür einsetzen, Informationen in den richtigen Sprachen und Formen zu verbreiten. Seit 2012 unterstützt die Kocarek GmbH die wertvolle Arbeit der „Übersetzer ohne Grenzen“ als Silversponsor.

 

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