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19.12.2014

Unübersetzbar: Ella Frances Sanders' neues Buch "Lost in Translation"

Während die Mondstraße in Deutschland ein beliebter Straßenname ist, bezeichnet das schwedische Wort "mångata" die straßenähnliche Reflexion, die der Mond im Wasser hinterlässt. In manchen Sprachen gibt es Wörter, die es in anderen nicht gibt – obwohl der jeweilige Zustand, das jeweilige Gefühl oder Konzept trotzdem existiert. Solche Phänomene erforscht die 21-jährige Autorin und Illustratorin Ella Frances Sanders in ihrem neuen Buch "Lost in Translation: An Illustrated Compendium of Untranslatable Words from Around the World".

Neben Wörtern aus unter anderem dem Schwedischen, Japanischen, Arabischen, Portugiesischem und Hindi enthält das Buch auch einige deutsche Wörter wie "Kummerspeck", "Waldeinsamkeit" und "Luftmensch". Dass Letzteres im Englischen nicht existiert, zeigt folgendes Zitat: "My wife is such a luftmensch she missed our anniversary dinner because she was too busy reading her books!"

Skandinavische Unübersetzbarkeiten

Welche Wörter finden wir neben der "mångata" sonst im hohen Norden? Das norwegische Wort "pålegg" bedeutet wörtlich übersetzt "draufleg". Damit ist alles gemeint, was man auf einer Scheibe Brot essen kann. Es gibt keine englische Entsprechung, auch wenn englischsprachige Menschen gerne alles Mögliche an "draufleg" auf ihrem Brot verzehren. Die nächste deutsche Entsprechung wäre "Brotaufstrich", was die genaue Bedeutung jedoch nicht trifft. Denn "draufleg" kann man nicht nur streichen, man kann es eben auch drauflegen: Wurst, Käse oder norwegischen "Brunost".

Skandinavier lieben Kaffee. Daher haben die Schweden ein Wort, das den dritten "refill" bezeichnet: "tretår" – in Anlehnung an die zweite Tasse Kaffee, den "påtår", wobei "tår" in diesem Zusammenhang mit "Kaffee" zu übersetzen ist.

'Akihi: Vergessene Wegbeschreibungen

Sie stehen verloren in einer fremden Stadt, halten den Stadtplan über Kopf und wissen nicht mehr, wie oft sie bereits an dieser Telefonzelle vorbeigelaufen sind. Ein Einheimischer sieht ihre Not, fragt Sie, wo Sie hin müssen und erklärt Ihnen den Weg. Sie lächeln dankbar und marschieren los. Doch in welche Richtung eigentlich? Wären Sie auf Hawaii, könnten Sie dem nächsten Einheimischen, den Sie treffen, einfach "'Akihi!" zurufen, und Sie hätten eine neue Wegbeschreibung sicher. Das hawaiianische Wort beschreibt das Gefühl der sofortigen Vergesslichkeit, nachdem man eine Wegbeschreibung erhalten hat.

Japanische Besonderheiten

Ein Wort, das den folgenden komplexen Zustand beschreibt, gibt es im Japanischen: "Die Schönheit in der Unvollkommenheit finden, eine Akzeptanz des Zykluses von Leben und Tod" entspricht "Wasi-Sabi". Die Japaner haben auch ein Wort für das Konzept, ein Buch nach dem Kauf nicht zu lesen, sondern es in einen Stapel anderer, ungelesener Bücher einzureihen: "Tsundoku". Möglicherweise möchte man dann lieber "Boketto" betreiben: Abwesend in die Ferne starren und über nichts Besonderes nachdenken.

Von Bananen und Rentieren

Verschiedene Kulturen bringen häufig die unterschiedlichsten Wörter hervor, wenn es um Maßstäbe geht. Das finnische Wort "Poronkusema" beschreibt beispielsweise die Distanz, die ein Rentier komfortabel zurücklegen kann, bevor es eine Pause macht. Das malaiische Wort "Pisan Zapra" dagegen bedeutet "die Zeit, die man benötigt, um eine Banane zu essen".

Mehr dieser Wörter samt Illustrationen können Sie in Sanders' Buch finden.

Die Übersetzer der Kocarek GmbH trauen sich auch an unübersetzbare Wörter heran. Sprechen Sie uns an.

 

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