Übersetzungsunternehmen Kocarek GmbH
Facebook LinkedIn GooglePlus Besuchen Sie uns auf Twitter YouTube

+49 201 24 69 90-0 | info@kocarek-gmbh.com

Übersetzungsunternehmen Kocarek GmbH
Home » News
10.12.2015

"Zu Risiken und Nebenwirkungen...

... lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker." Blöd nur, wenn Kunde, Arzt und Apotheker verschiedene Sprachen sprechen und weit und breit kein Dolmetscher zu finden ist. In dieser Situation befinden sich derzeit immer mehr Menschen: Wie kann die Arzneimittelsicherheit auch gegenüber Flüchtlingen gewahrt werden? Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe arbeitet an einer Lösung, um Sprachhindernisse aus dem Weg zu räumen.

Medikamente

Erklärung notwendig

Nicht nur der Flüchtling hat ein Problem, wenn er nicht weiß, wie seine Medikamente eingenommen werden müssen, und was er ansonsten beachten muss. Er bekommt seine Medizin erst gar nicht: Ein Apotheker darf Arzneimittel nicht aushändigen, ohne eingehend über Einnahme und Wichtiges zu informieren.  

Verschiedene Hilfsmittel

Dem wird jetzt Abhilfe geschaffen. Es gebe bereits Bögen mit Arzneimittelinformationen in verschiedenen Sprachen, die unter anderem die "Apotheker ohne Grenzen" erstellt hätten, so Björn Schmidt, Betreiber einer Apotheke und Sprecher der Apotheker im Kreis Höxter in NRW. Englisch würde in vielen Fällen auch weiterhelfen, so Schmidt weiter, und wenn nicht, seien Betreuer oder Dolmetscher häufig dabei. Übersetzer-Apps hingegen würden vom Deutschen ins Arabische besser funktionieren als umgekehrt.

Piktogramme

Für die Fälle ohne Englisch, Betreuer, Dolmetscher und Übersetzer-Apps hat die Apothekerkammer Westfalen-Lippe jetzt eine Übersicht mit Piktogrammen herausgegeben. Sie stammen vom Weltpharmazeutenverband, der die Bilder ursprünglich für Analphabeten entwickelt hatte.

Die Piktogramme erklären die Einnahme der Arzneimittel bildlich: Wie viele Tabletten genommen werden müssen, die Art der Einnahme und Besonderheiten, beispielsweise, wenn in Schwangerschaft und Stillzeit die Einnahme vermieden werden soll. Unter den Piktogrammen stehen kurze Erklärungen auf Englisch. Die Mitarbeiter der Apotheken verwenden die Piktogramme, um den Flüchtlingen die Einnahme der Arzneimittel zu erklären, einige schneiden sie auch aus und kleben sie auf die Tablettenpackungen.

Nächstes Projekt: Flyer

Die Apothekerkammer stellt die Piktogramme auch anderen Apothekerkammern zur Verfügung. Die Listen sind aber nur der Anfang, da schnell eine pragmatische Lösung hermusste. Jetzt will die Kammer Informationsflyer erstellen, die bessere Zeichnungen und mehrere Sprachen enthalten. "Auf dem Flyer kann Zutreffendes angekreuzt und den Kunden dann mitgegeben werden", erklärt Schmidt.

 

Kocarek GmbH | Kronprinzenstraße 5-7 | 45128 Essen | Tel.: +49 201 24 69 90-0 | Fax: +49 201 24 69 90-10 | info@kocarek-gmbh.com