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06.12.2016

Zweisprachigkeit, Babys und Musik

Mehrsprachigkeit trainiert das Gehirn – darüber haben wir schon oft berichtet. Forscher fanden jetzt heraus, dass zweisprachige Babys sensibler auf Musik reagieren als einsprachige.

Zweisprachigkeit, Mehrsprachigkeit, Sprachentwicklung

Höhere akustische Sensibilität

Dabei testeten Liquan Liu, René Kager und ihr Team, ob die Babys Tonhöhenunterschiede verschieden wahrnahmen. Geprüft wurden sowohl Sprache als auch Musik. Das Ergebnis: Babys, die in einem zweisprachigen Umfeld aufwuchsen, konnten zwei Violinentöne eher voneinander unterscheiden als die einsprachigen Babys. Die zweisprachigen Babys zeigten also eine höhere akustische Sensibilität. Das bedeutet, dass sie durch den frühen Kontakt mit mehreren Sprachen besser darin sind, kleinste Tonunterschiede zu erkennen – ob diese nun von Sprache oder Musik kommen, ist dabei unwichtig.

Chinesisch und Mehrsprachigkeit

Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass Sprecher von Tonemsprachen (wie Chinesisch) Tonunterschiede eher erkennen – vermutlich, weil Tonhöhenunterschiede ein so wesentlicher Teil ihrer Sprache sind. Zweisprachigkeit könnte der aktuellen Studie zufolge einen ähnlichen Effekt haben.

Vorteile von Zweisprachigkeit

Die Vorteile von Zweisprachigkeit sind nicht auf das Gebiet der Sprachen begrenzt. Zweisprachige Kleinkinder können Studien zufolge so einiges:

·         Sie können neue Informationen gut identifizieren und erkennen.

·         Sie können die einst gelernten Regeln unterdrücken und schnell neue erlernen.

·         Ihre Gehirne reagieren empfindlich auf Töne aus einer Sprache, die nicht ihre Muttersprache ist.

·         Sie können Sprachen gut unterscheiden und erkennen.

·         Sie können zwei Sprachstrukturen gleichzeitig lernen.

·         Sie können die Bedeutung des Gesagten gut deuten.

·         Sie reagieren empfindlich auf visuelle Zeichen in Sprachen.

·         Sie haben gute sozial-kommunikative Fähigkeiten.

·         Ihr Arbeitsgedächtnis hat eine gute Kapazität.

Es ist nie zu spät

Zweisprachige Kinder können außerdem ihre zwei Sprachen bereits sehr früh voneinander unterscheiden, wie Wissenschaftler herausgefunden haben. Alle diese Vorteile haben Forscher zwar bei Babys und Kleinkindern beobachtet. Dennoch verändert auch das spätere Sprachenlernen das Gehirn positiv: Das Erlernen einer neuen Sprache oder das Wiederbeleben einer einst gelernten wirken sich ebenso auf unsere Wahrnehmung und unser Lernverhalten aus wie das zweisprachige Aufwachsen. Es verändert sogar unsere Gehirnstruktur. Na dann: Frohes Sprachenlernen!

 

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