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Zehn Mythen über die Qualität von Übersetzungen

Die Übersetzungswelt kann mitunter recht verwirrend sein, insbesondere wenn Sie für den Einkauf von Übersetzungsdienstleistungen in Ihrem Unternehmen zuständig sind. Viele Einkäufer fühlen sich ähnlich, wie sich vermutlich der Normalverbraucher fühlen muss, wenn er sein Auto in die Werkstatt bringt. Woher weiß man, was tatsächlich unter der Haube vorgeht? Wie sollen Sie überhaupt in der Lage sein, die Qualität einer Übersetzung zu beurteilen und Ihre Lieferanten zur Verantwortung ziehen zu können, wenn Sie die Sprache, in die Sie etwas übersetzen lassen, gar nicht verstehen?

Dieser Umstand führt dazu, dass viele Kunden auf Taktiken zurückgreifen, die in ihren Augen zwar vielleicht sinnvoll erscheinen, die jedoch im Grunde ein Hindernis bei der Sicherstellung der höchsten Qualität darstellen können. Im Folgenden werden zehn verbreitete Irrtümer in Bezug auf Übersetzungen aufgeführt, die unter Umständen mehr Schaden anrichten als sie Nutzen bringen.

Manche Leute denken, dass Sie bei großen Übersetzungsunternehmen automatisch einen besseren Service erhalten. Schließlich kann es doch nur ein Zeichen von Qualität sein, wenn einem Unternehmen tausende Übersetzer zur Verfügung stehen und es hunderte Sprachen anbietet, oder etwa nicht? Nicht unbedingt. Generalisten sind nicht zwangsläufig besser als Spezialisten. Wenn Sie Übersetzungen für nur eine Sprache oder eine ganz bestimmte Branche suchen, sind Sie bei einem kleineren Unternehmen oder einem freiberuflichen Fachübersetzer möglicherweise besser aufgehoben. Große Übersetzungsunternehmen haben sich etabliert – und zwar in der Regel bei der Unterstützung von Großkunden, die Summen im sechsstelligen Bereich oder höher für Übersetzungen ausgeben. So wie ein Minivan nicht unbedingt das richtige Auto für einen Single ohne Kinder ist, sind große Anbieter nicht immer die beste Lösung für jede Art von Projekt.

Selbst die besten Schriftsteller verlassen sich auf Redakteure, Lektoren und weitere Personen, damit ihr Werk am Ende des Schöpfungsprozesses im rechten Licht erstrahlt. Ebenso sind auch an einem professionellen Übersetzungsprozess mehrere Parteien beteiligt. Sie benötigen nicht nur eine Fachkraft für die Übersetzung des Inhalts, sondern, wie auch bei einsprachigen Schreibarbeiten, in der Regel noch einen Korrektor, der das Ganze überprüft. Möglicherweise brauchen Sie auch einen zusätzlichen Lektor und jemanden, der die Formatierung noch einmal kontrolliert. Direkt mit freiberuflichen Übersetzern zusammenzuarbeiten ist für bestimmte Projekte eine gute Strategie und viele Freiberufler können auch Lektoren empfehlen, damit ihre Arbeit durch eine unabhängige zweite Person überprüft wird. Wenn Projekte allerdings komplexer sind und beispielsweise mehrere Sprachen, unterschiedliche Textarten oder verschiedene Dateiformate beinhalten, ist ein Übersetzungsunternehmen oftmals die bessere Lösung.

Im Laufe der Zeit werden Übersetzer mit dem Schreibstil, dem Ton und den Botschaften ihrer Kunden vertraut. Betrachten Sie sie als Fahrer, die sich mit einer Strecke, die sie häufig fahren, immer besser auskennen und die den Weg deswegen geschickter und schneller bewältigen können. Übersetzer sind nicht frei austauschbar. Wenn nicht derselbe Übersetzer oder dieselbe kleinere Übersetzergruppe immer wieder für bestimmte Projekte eingesetzt wird, leidet zumeist die Konsistenz und sowohl der Stil als auch der Ton der Übersetzungen unterscheidet sich womöglich von Projekt zu Projekt. Beaufragen Sie häufiger die Übersetzung ähnlicher Projekte, sollten Sie sicherstellen, dass Sie mit einem engagierten Team zusammenarbeiten, dessen Mitglieder mit dem Inhalt Ihrer Texte bestens vertraut sind, unabhängig davon, ob Sie nun mit einzelnen Übersetzern oder einem Übersetzungsunternehmen zusammenarbeiten, das in Ihrem Auftrag Übersetzer beauftragt.

So mancher Einkäufer von Übersetzungsdienstleistungen glaubt, er sei clever, wenn er ein Unternehmen für die Übersetzung seiner Inhalte engagiert und ein anderes Unternehmen damit beauftragt, nach Fehlern in dieser Arbeit zu suchen. Es gibt mehrere Gründe, warum dieser Ansatz nicht funktionieren kann. Zunächst einmal konzentriert sich die überprüfende Seite auf die "Fehlersuche". Um zu beweisen, wie gründlich sie bei ihrer Arbeit vorgehen, zeichnen sie so viele "Fehler" an, wie sie nur finden können, selbst wenn viele der von ihnen vorgeschlagenen Änderungen letztendlich nur stilistische Änderungen sind und damit eine reine Sache des Geschmacks. Einige Anbieter hoffen unter Umständen sogar, dass sie, wenn sie nur genug Fehler entdecken, beim nächsten Mal mit der Übersetzung beauftragt werden, die im Allgemeinen besser bezahlt wird als Leistungen im Bereich der Qualitätsprüfung. Zweitens wird der Kunde am Ende viel Zeit darauf verwenden müssen, zwischen den beiden Seiten zu vermitteln und viele "Fehler" werden kaum geklärt werden können, da es sich um eine subjektive Beurteilung handelt und damit "Aussage gegen Aussage" steht. Drittens sorgt diese Vorgehensweise dafür, dass der Übersetzungsprozess eher einem Kampf anstatt einer guten Zusammenarbeit gleicht.

Oftmals glauben Übersetzerkunden, dass sie Qualität durch einen "Blindtest" messen könnten. Sie beauftragen zunächst einen Übersetzungsdienstleister mit einem Projekt und schicken dann die abgeschlossene Übersetzung zu einem weiteren Anbieter, der diese dann zurück in die Ausgangssprache übersetzen soll. Danach vergleichen sie die beiden Versionen, um zu überprüfen, ob sie einander entsprechen. Sie gehen dabei davon aus, dass sie durch den Vergleich der Versionen Fehler erkennen können. In Wahrheit aber ist diese Vorgehensweise zum Scheitern verurteilt. Warum? Weil jeder Schritt dieses Prozesses Fehler birgt. Wenn der Lieferant der "Rückübersetzung" einen Fehler macht, so werden Ausgangstext und Rückübersetzung selbstverständlich unterschiedlich sein, jedoch hat der Kunde keinerlei Möglichkeit, die Ursache des Fehlers zu ermitteln. Ähnlich wie nörgelnde Beifahrer, die ständig einen "hilfreichen" Hinweis parat haben, sind auch Rückübersetzungen ein Ärgernis, auf das man verzichten sollte.

Viele Auftraggeber von Übersetzungsdienstleistungen glauben, sie hätten eine Abkürzung zur Messung der Qualität der Übersetzung gefunden: Sie bitten einfach einen bilingualen Kollegen oder Mitarbeiter, sich die Übersetzung einmal anzuschauen. Das ist in Wahrheit in etwa so, als würden Sie Ihren Onkel, der in seiner Freizeit ab und zu an Autos herumschraubt, bitten, zu überprüfen, ob Ihr Mechaniker die Reparaturen an Ihrem Auto ordentlich durchgeführt hat. Ihr Onkel besitzt lediglich ein gefährliches Halbwissen, wodurch sein Feedback nicht automatisch immer relevant oder nützlich sein muss. Zudem ist es unwahrscheinlich, dass er in jedem einzelnen Bereich der Autoreparatur über fundiertes Fachwissen verfügt. Gleichsam sind Übersetzer Fachleute, während bilinguale Menschen Laien sind. Bilinguale Mitarbeiter können nur dann hilfreiches Feedback zur Übersetzungsqualität abgeben, wenn sie klare und präzise Anweisungen erhalten haben, worauf sie genau achten müssen. Wenn sie nur gebeten werden: "Können Sie sich das einmal durchlesen und mir sagen, was Sie davon halten?", dann sind sie kaum in der Lage, Ihnen konstruktives Feedback zu bieten.

Bei der Bewertung der Qualität von Übersetzungsdienstleistungen sollte der Fokus nicht auf der Qualitätskontrolle (Suchen nach Fehlern) liegen, sondern eher auf der Qualitätsverbesserung (von Beginn an eine bessere Übersetzung erstellen). Wären Sie zufrieden, wenn Sie ein Auto vom Werksplatz fahren und es eine Woche später aufgrund von Herstellerfehlern wieder zurückgeben müssten? Oder würden Sie lieber von vornherein ein gutes Auto bekommen? Es gibt viele Mittel und Wege, um die Qualität einer guten Übersetzung von Anfang an zu gewährleisten, aber eine der grundlegenden Voraussetzungen ist es, Übersetzern und Lektoren die notwendigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen, damit sie zum besseren Verständnis so viel Kontext wie möglich haben und so das zugrunde liegende Kommunikationsziel herausfinden können. Übersetzerteams, die mit Glossaren, Stilvorschriften, Hilfstexten und kontextbezogenen Informationen ausgestattet sind, können eine weitaus höherwertigere Übersetzung anfertigen als solche, die nur einen Text ohne jegliche Hintergrundinformationen in die Hand gedrückt bekommen.

Viele "Übersetzungsfehler" entstehen durch Mängel oder Unklarheiten im Ausgangstext. Stellen Sie sich die Übersetzung als eine Art "Lackierung" vor – sie kann nur zu einem gewissen Maß Kratzer und Mängel am darunter liegenden Auto vertuschen. Ist die Aussage eines Satzes mehrdeutig, kann der Übersetzer nur eine wohlbegründete Vermutung über die tatsächliche Aussageabsicht des Autors des Originals anstellen. In der Regel haben Übersetzer nicht einmal die Möglichkeit, mit dem Autor des Ausgangstextes Rücksprache zu halten, um herauszufinden, was genau mit einem mehrdeutigen Begriff gemeint ist. Sie müssen sich stattdessen auf ihre Recherchefähigkeiten und ihre professionelle Erfahrung stützen, um die tatsächlich beabsichtigte Bedeutung zu durchschauen; dies ist jedoch nicht gerade wünschenswert, da es so natürlich zu einer Übersetzung kommen kann, die dem Ausgangstext nicht gerecht wird – was jedoch nicht unbedingt einen Fehler seitens des Übersetzers darstellt. Kommunikation geht in beide Richtungen. Wenn der Ausgangstext nicht eindeutig ist, wird es die Übersetzung häufig auch nicht sein.

Viele Neulinge in der Welt des Übersetzens denken fälschlicherweise, dass mit "Translationstechnologie" die maschinelle Übersetzung, wie sie beispielsweise bei Google Translate Anwendung findet, gemeint ist. Tatsächlich benutzen die meisten professionellen Übersetzer aber Übersetzungstools wie die sogenannten Translation Memory Systeme, also Datenbanken, die bereits bearbeitete Texte und die entsprechenden Übersetzungen enthalten. So wie auch Automechaniker heutzutage Hightech-Softwarelösungen verwenden, setzen auch Übersetzer Tools ein, um Konsistenz zu gewährleisten und die Arbeit zu beschleunigen. Ein Translation Memory bietet noch einen weiteren Vorteil: Der Auftraggeber kann so in der Regel Geld sparen, da er bereits bei einem früheren Auftrag übersetzte Sätze oder Textpassagen nicht neu in Rechnung gestellt bekommt. Bei sich häufig wiederholenden Texten sind Übersetzungstools also äußerst hilfreich, um Qualität und Konsistenz zu gewährleisten. Solche "Werkzeuge" sind unter professionellen Übersetzern deswegen weit verbreitet und schon seit einigen Jahrzehnten im Einsatz.

Wenn Sie ein Schild mit der Aufschrift "Autowäsche" sehen, heißt das, dass Sie durch eine automatische Autowaschanlage fahren, in der nur die Außenseite Ihres Autos gewaschen wird? Ist darin der Auftrag einer Wachsschicht enthalten? Wird das Auto von innen gesaugt? Werden die Sitze abgewischt? Eine "Autowäsche" kann je nach Anbieter sehr verschiedene Dinge beinhalten. Ebenso verhält es sich bei der "Übersetzung", bei der verschiedene Dinge im Angebot mit enthalten sein können oder eben auch nicht. In den Angeboten einiger Anbieter ist bereits die Prüfung durch einen professionellen Lektor und Korrektor mit im Übersetzungspreis enthalten, während diese bei anderen optional gegen einen Aufpreis in Auftrag gegeben werden können. Einige Unternehmen werden Ihr Ausgangsdokument als Teil ihres Standardangebots neu formatieren, während dies bei anderen zusätzlich abgerechnet wird. Die meisten Anbieter werden Ihnen einen höheren Preis in Rechnung stellen, wenn ein Projekt schnell abgewickelt werden soll oder fachspezifische Inhalte enthält. Die Preise unterscheiden sich in der Regel auch, selbst bei ein und demselben Anbieter, je nach Sprache und sogar zwischen den jeweiligen Sprachrichtungen (eine Übersetzung vom Französischen ins Englische wird möglicherweise anders kalkuliert als eine vom Englischen ins Französische).

Was lernen wir aus diesen Mythen?
So wie die Bewertung der Qualität eines schriftstellerischen Werks ist auch die Qualität einer Übersetzung kein einfaches Thema. Häufig ist die Bewertung stark subjektiv. Wer ist der "beste Schriftsteller"? Die Antworten hierzu können je nach Genre oder auch schlichtweg je nach Leser sehr unterschiedlich ausfallen. Und wer ist der "beste Mechaniker"? Für Laien ist dies schwer zu beurteilen, aber sie können andere Leistungsmaßstäbe bewerten – nämlich wie gut das Auto läuft, wie oft es in die Werkstatt muss, wie oft es kaputt geht, wie schnell das Auto wieder repariert wird und wie sie als Kunde behandelt werden. Für den Durchschnittsfahrer ist es deutlich schwerer, komplizierte technische und mechanische Diagnosen zu verstehen. Ebenso verhält es sich bei der Übersetzung: Um die Qualität auf einer tiefer gehenden Ebene zu verstehen, bedarf es mehr als nur Sprachkenntnisse in zwei Sprachen. Für Nicht-Linguisten haben die besten Indikatoren für die Qualität einer Übersetzung zuweilen gar nichts mit sprachlichen Aspekten wie Rechtschreib- oder Tippfehlern zu tun. Aus der Sicht des Auftraggebers liegt der tatsächliche Beweis für die Qualität einer guten Übersetzung häufig in den Ergebnissen, die eine Übersetzung mit sich bringt, und zwar in Form von größerer Bekanntheit der Marke, mehr Kunden, mehr Abrufe der Homepage, mehr Downloads und mehr Umsatz.

Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine Fachübersetzung des im Original in der Huffington Post erschienenen Artikels mit dem Titel 'Ten Common Myths About Translation Quality' von Nataly Kelly, VP Marketing bei Smartling und Co-Autorin des Buchs 'Found in Translation'.

 

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